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Wurzen Rücktritt des Vorstands gefordert
Region Wurzen Rücktritt des Vorstands gefordert
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05:00 15.04.2010
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. Längst werden aber nicht nur dafür Unterschriften gesammelt. Auf einem Papier wird für die Abberufung des Vorstandes plädiert. Daher ist anzunehmen, dass auf dem Treffen der Tierschützer Klartext geredet werden wird. Dabei geht es augenscheinlich nicht mehr nur um Sauberkeit, den Umgang mit Tieren und Tierfreunden oder um die Kündigung der ehemaligen Tierheimleiterin. Wie der LVZ jetzt bekannt wurde, soll unter anderem auch das Zustandekommen von Arbeitsverträgen geklärt werden. Konkret bekam die Schatzmeisterin des Vereins eine Anstellung als Vize-Leiterin des Tierheims. Nicht nur das für sie festgelegte Gehalt stört die Kritiker. Wenn auch der Vergleich mit dem Lohn der Tierheimleiterin – für diese wurden 450 Euro Brutto weniger vereinbart – Fragen aufwirft.

Viel mehr verwundert die Vereinsmitglieder, dass die Schatzmeisterin diesen Arbeitsvertrag neben dem Vorsitzenden, der ihr Lebensgefährte ist, auch selbst unterzeichnete. Hier werfen die Tierschützer dem Vereinsvorsitzenden und der Schatzmeisterin Begünstigung vor. Denn wenngleich beide laut Satzung unterschriftsberechtigt sind, hätte es über die Einstellung eine Entscheidung des Vorstandes geben müssen. Rat holten sich die Vereinsmitglieder bereits bei der Rechtsabteilung des Deutschen Tierschutzbundes. Für die Juristen spricht vieles dafür, dass das Gehalt rund 20 Prozent zu hoch angesetzt wurde. Auch erschient es fraglich, weshalb die Stellvertreterin bedeutend weniger verdient als die Leiterin. Zudem gibt es einen dritten Arbeitsvertrag, in dem die Funktion eines Mitarbeiters als „Helfer" beschrieben ist. Auch dem wurden ein paar hundert Euro mehr als der Leiterin zugestanden. Den Vorwurf unzulässiger Bevorteilung verwenden die Kritiker auch hinsichtlich einer Prämie, die an die Schatzmeisterin gezahlt worden sein soll. Auch dafür fehle eine Vorstandsentscheidung. Die kritisierte Vize-Leiterin reagiert auf die Vorwürfe ungehalten. „Es gibt für alles Protokolle", sagt sie und wunderte sich, woher Vereinsmitglieder wissen, wer die Arbeitsverträge unterschrieben hat. Rechtliche Konsequenzen fürchtet sie nicht. „Wir haben uns auch erkundigt", wiegelt sie ab und verweist auf eine Revisionskommission, die alle Vorgänge prüfe. Jetzt bleibt abzuwarten, was die Aussprache auf der Sitzung ergibt. Mehrere Vereinsmitglieder erwägen indes, die gesamten Vorgänge einem Anwalt zu übergeben. Ihrer Ansicht gäbe sogar die neue Wahl selbst Anlass zur Kritik. Es wurde Briefwahl ermöglicht. Vorgestellt jedoch wurde keiner der Kandidaten. „Dann müssen die Meckerer mal hierherkommen, dann wüssten sie wer das ist", sagte die Vize-Leiterin, die sich wieder als Schatzmeisterin zur Wahl stellen will. 

Redakteur Muldentalzeitung

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