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Wurzen Rüdiger von Schönberg investiert viel Kraft in die Pflege des Parks Thammenhain
Region Wurzen Rüdiger von Schönberg investiert viel Kraft in die Pflege des Parks Thammenhain
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10:57 04.11.2009
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Falkenhain/Thammenhain

Diese Arbeiten sind aus Sicht des Naturschutzes jetzt bis Ende Februar möglich.

Später sind Aspekte des Vogelschutzes zu berücksichtigen. Dabei werden unter anderem mit Unterstützung von Brennholzwerbern junge Gehölze, beispielsweise Ahorn, entfernt, das sich besonders schnell vermehrt. Zu einem Problem, so von Schönberg, habe sich in diesem Jahr auch die spätblühende Traubenkirsche entwickelt. Der Samen des aus Nordamerika eingewanderte Baumes werde vom Wind über eine Fläche von 60 Metern verteilt, so dass sich rasch Unterholz bilde.

Besonders interessant sind unter den Solitären für den Schlossherrn zwei alte Eichen am Teichufer, die mit einem Umfang von 5,25 Metern und 5,55 Metern von Experten auf rund 350 Jahre geschätzt werden. Von Schönberg gefällt der Gedanke, dass seine Vorfahren die Bäume gesetzt haben könnten, als sie 1666 nach Thammenhain kamen.

Unterstützung bei der Parkpflege holt sich der Schlossherr in Wermsdorf beim Christlichen Sozialwerk St. Martin. Diese Gartengruppe hat in diesem Jahr bereits dafür gesorgt, dass der geschlossene Rundweg durch den Park freigeschnitten wurde. Den Wermsdorfern ist auch die Pflege des Laubenganges anvertraut, der zumindest in seiner ursprünglichen Länge in Sachsen eine Seltenheit darstellt. Es ärgert von Schönberg noch immer, dass vor zwei Jahren ein Teil der historischen Attraktion auf Gemeindeland gefällt worden war. Als die Bauaufsicht seinerzeit die Aktion stoppte, waren die Hainbuchen am Laubengang schon abgeholzt. Seit der Eigentümer auf seinem Gelände vor zwei Jahren mit einem kräftigen Rückschnitt jahrelange Versäumnisse aufarbeiten ließ, werden die Buchen jetzt regelmäßig geschnitten, so dass sie jetzt wieder ein Laubendach bilden.

Um beim Rundgang durch den Park den Besuchern auch die Chance zu geben, ihre botanischen Kenntnisse zu vertiefen, hat von Schönberg 40 der herausragendsten Bäume bestimmt und sich dafür auch Unterstützung von Fachleuten geholt. Laminierte Hinweisschilder machen als praktische Zwischenlösung auch auf Höhe, Alter und Umfang der Gehölze aufmerksam.

Das Bemühung des Eigentümers um seinen Park weckt für das Areal auch Besucherinteresse. Morgen zum Beispiel hat sich eine Seniorengruppe der Volkssolidarität zur Führung angekündigt. Nach der Einschätzung durch eine Jury darf die historische Anlage unter der Rubrik Sächsische Parkträume vermarktet werden. Auf dieses Qualitätssiegel können im Muldental nur die Parkanlagen in Machern und Nischwitz sowie am Göschenhaus in Grimma verweisen.

Ingrid Leps

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