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Wurzen Rugby ist in Brandis weiter im Aufwind
Region Wurzen Rugby ist in Brandis weiter im Aufwind
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00:17 08.03.2017
Der Brandiser Rugby-Nachwuchs (rote Trikots) musste sich am Sonntag gegen Konkurrenz aus Mitteldeutschland und Brandenburg behaupten. Quelle: Roger Dietze
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Brandis

Bevor die Brandiser Rugby-Herren am 25. März mit einem Turnier in Halle in ihre mittlerweile zehnte Spielzeit im Rahmen der Mitteldeutschen Siebener Meisterschaft starten, war am Sonntag der Nachwuchs bei einem Turnier in der Brandiser Mehrzweckhalle gefordert. Der Einladung der Rugby-Abteilung innerhalb des SV Stahl Brandis gefolgt waren Vereine aus Leipzig, Halle, dem brandenburgischen Felten, Berlin-Hennigsdorf sowie Erfurt, die gemeinsam mit den Gastgebern vier U 14- und sechs U 10-Teams an den Start schickten.

Unter den letzteren befanden sich die „Brandiser Dachse“. Sie haben die wenigsten Erfahrungen, spielen sie doch erst seit dem Schuljahresbeginn im September im Rahmen eines Ganztagsangebotes an der Brandiser Grundschule zusammen. „Nachdem sich unsere Zusammenarbeit mit der Oberschule bewährt hat, sind wir glücklich darüber, jetzt auch in der Grundschule präsent zu sein“, berichtet Rugby-Abteilungsleiter Jürgen Weber. Zu seinen Nachwuchs-Schützlingen gehört der stämmige Bruno, der nach eigener Aussage nicht lange zum Rugby überredet werden musste. „Die Abteilung hat den Sport an unserer Schule vorgestellt, und ich war sofort davon begeistert“, erzählt der Neunjährige, der mit der schmächtigen Madison in einer Mannschaft spielt und sie über den grünen Klee lobt. „Sie ist super-schnell und spielt sehr mannschaftsdienlich“, verrät der Drittklässler.

Wie überhaupt der Rugby-Sport laut Martin Wittig dazu geeignet ist, Spieler unterschiedlichster körperlicher Voraussetzungen zu integrieren. „Bei uns trainieren sogar körperlich beeinträchtigte Kinder, die ihre jeweiligen Qualitäten ins Spiel einbringen“, informiert der Brandiser Spieler und Trainer, der die diesjährige zehnte Saison seiner Mannschaft als eine besondere bezeichnet. „Sie wird sich erstmals zu 100 Prozent aus Eigengewächsen zusammensetzen“, so der 25-Jährige, der als Saisonziel das Podium ausgibt.

Dass sich die Brandiser Rugby-Herren mittlerweile so hohe sportliche Ziele setzen können, bezeichnet Abteilungsleiter Jürgen Weber als großen Erfolg. Selbiger personifiziert sich in besonderer Weise im Herrenteam-Spieler Benjamin Andres (16), der Mitglied der Mitteldeutschen Rugby-Landesauswahl ist und bereits in Spielen gegen die rumänische und niederländische Nationalmannschaft zum Einsatz kam. Die Basis dafür, dass weitere Rugby-Talente in Brandis nachwachsen, scheint nicht zuletzt wegen der gelungenen Etablierung dieser Randsportart in der Stadt vorhanden zu sein. „Wir haben ein gutes Miteinander mit dem lokalen Fußballverein und tauschen sogar gegenseitig Nachwuchsspieler aus, von denen wir glauben, dass sie in der jeweils anderen Sportart besser ausgehoben sind“, berichtet Martin Wittig. Nichtsdestotrotz müsste auch noch nach zehn Jahren insbesondere in der Elternschaft so manch dickes Brett in punkto Akzeptanz des Rugbysports gebohrt werden. „Die Vorurteile, dass es sich dabei um eine unfaire Sportart handeln würde, halten sich leider hartnäckig“, so Wittig.

Von Roger Dietze

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