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Runde Sache

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Wurzen. Der kommende Sonnabend steht im Zeichen des runden Leders. Kurz nach den Spielen um den Ersten Wurzener Firmencup, wird am nachmittag die SVSG gegen eine Uwe-Seeler-Traditionself antreten.

. Die Protagonisten sind vorfreudig, nur der Vorverkauf läuft bislang offenbar schleppend.

Nur mehr fünf Tage bleiben bis zum größten Fußballevent, das Wurzen seit vielen Jahren zu verzeichnen hatte. Am 14. August spielt eine ambitionierte Amateur-Elf der Sächsischen Volkssportgemeinschaft (ATSV III) gegen eine Auswahl ehemaliger Profis und Weltklassespieler – die Uwe-Seeler-Traditionself. Auch der Altmeister „Uns Uwe" Seeler selbst hat sein Kommen ungeachtet seines jüngsten Autounfalls angekündigt.

„Wir sind voll froher Erwartung", versichert Mitorganisator Kay Ritter, der selbst mit der Rückennummer Elf auflaufen wird. Mit SVSG-Urgestein Peter „Commander" Muck rechnen sich die Wurzener gute Chancen aus, zumindest eine sehenswerte Partie zu liefern. „Mit einem Sieg rechnen wir aber nicht", wiegelt Ritter überzogene Hoffnungen ab. „Das Ganze versteht sich eher als Werbung für unseren Sport."

Immerhin haben die listenreichen SVSG-ler jüngst Späher zu einem Spiel der Seeler-Truppe ins vogtländische Weischlitz bei Plauen entsandt. Unter Führung von Mittelfeldstratege Karl-Olf Bühler konnten die Wurzener Fußballfans einen Vorgeschmack dessen erleben, was ihnen am Wochenende blüht. „Die haben es immer noch voll drauf. Man sieht, dass die Jungs mal Geld damit verdient haben", zollt Ritter den Altprofis Respekt. „Die geben die ersten zwanzig Minuten richtig Gas. Diese Druckphase muss man erst einmal überstehen und dann ins Spiel finden." Trotzdem werde sein Team weder Beton rühren noch überhart in die Partie gehen. „Blutgrätschen und Kung-Fu-Tritte wird von uns keiner sehen. Wir machen ein faires und hoffentlich schönes Spiel", so Ritter weiter.

Über die sonstigen strategischen Pläne schweigt er sich aus. Nur so viel: „Wir wollen unsere Haut so teuer wie möglich verkaufen und uns nicht abschlachten lassen." Immerhin sei das Team nach der Internetauktion ja komplett und auch wenn diverse Testspiele bislang eher durchwachsen liefen, sei die Truppe guter Dinge. Die Männer seien heiß aufs Spiel, neue Trikots im Druck, nur der Vorverkauf laufe derzeit etwas schleppend, im Verein hoffe man aber, dass sich das bis zum Anpfiff noch ändere.

Heute werden sich die Organisatoren noch einmal mit Polizei, DRK und andern Beteiligten treffen, um letzte Details zu klären. Bei dieser Gelegenheit will Ritter auch allen Spendern und Sponsoren danken, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten zum Gelingen der Veranstaltung beitragen. „Was wir da an Unterstützung erfahren haben, war sensationell." Neben ortsansässigen Firmen seien auch Privatpersonen auf die Organisatoren zugekommen. „Da drückt dir jemand einen Fünfziger in die Hand und sagt: Macht was draus. Das ist schon toll", freut sich Ritter.

Letzter Sponsor war übrigens der Ausrüster der Nationalelf – Adidas. Das Unternehmen aus Herzogenaurach spendierte den Wurzenern einen Jabulani. „Der ist eigentlich ausverkauft. Aber die Öffentlichkeitsabteilung hat noch einen für uns herbeiorganisiert." Mit so einem Profi-Ball kann ja nichts mehr schiefgehen …

Markus Tiedke

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