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Wurzen Rundenjagd übers Pflaster / Teilnehmerrekord bei 4. Wurzener Ringelnatzlauf
Region Wurzen Rundenjagd übers Pflaster / Teilnehmerrekord bei 4. Wurzener Ringelnatzlauf
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10:32 11.08.2014
Mit Kostüm läuft sich's besser: Auch die Kleinsten zeigen sich hoch motiviert. Quelle: Bert Endruszeit

"Wir konnten rund 100 Starter mehr als im Vorjahr registrieren", freute sich Thomas Zittier von den Organisatoren, dem Verein Tri-Sport Wurzen. "Und wir haben viel positive Resonanz bekommen, wir wurden für unsere Liebe zum Detail gelobt und für die gesamte Atmosphäre." Man dürfe jedoch nicht vergessen, dass alle Beteiligten ehrenamtlich tätig seien und das Großprojekt mal so nebenbei vorbereiten müssen. "Deshalb möchten wir uns bei allen Teilnehmern für ein paar Pannen entschuldigen. Denn es gab einige Probleme bei der Übermittlung der Startlisten zum Zeitmessstand. Da hat uns der Fehlerteufel ein Schnippchen geschlagen." Und so habe sich auch die Siegerehrung leider verzögert.

Wurzen. Es werden immer mehr: Das ist das kurze und bündige Fazit, das sich vom mittlerweile 4. Ringelnatzlauf ziehen lässt. Denn dieses Jahr gingen über 400 Läuferinnen und Läufer aller Altersgruppen an den Start, angefangen von den Knirpsen aus dem Kindergarten über lauferprobte Marathonkämpfer bis hin zu Walkern.

Der allgemeinen Begeisterung im Teilnehmerfeld tat das jedoch keinen Abbruch. Schließlich musste den Lauf niemand bitterernst nehmen. Und so wurde auch nach dem originellsten Laufkostüm gesucht. Sabine Biller hatte es gefunden. "Ich habe bei uns in der Faschingskiste gewühlt und bin dabei auf den Wischmopp gestoßen. Mein fünfjähriger Sohn Theo holte sich mit dieser Verkleidung den ersten Platz." Damit führte er eine Familientradition fort. Denn genau diese verrückte Perücke trug sein Opa vor 30 Jahren im Wurzener Palmengarten zum Fasching. "Mein Mann holte sich damals den Siegerpreis", erinnerte sich Marina Zimmermann. "Wir haben damals Konsumgüter zweckentfremdet, wir trugen beide damals Mopp." Während einer bis heute erhalten blieb, wanderte der andere ins Hausputzmaterial und irgendwann dann in den Müll.

Mit seinen beiden Söhnen Philipp (6) und Felix (3) trat Jens Goldgrebe aus Falkenhain beim Ringelnatzlauf an. "Mein Großer war schon im vergangenen Jahr dabei, nun gehen wir alle an den Start, auch meine Frau - sie treibt viel mehr Sport als ich." Goldgrebe fühlte sich von der ganzen Atmosphäre der Veranstaltung magisch angezogen. "Das macht einfach Spaß."

Ganz ähnlich sahen das Sophie Grabsch (28) und ihr Freund Stefan Busch (33). Die beiden wohnen in Dresden, Busch stammt jedoch aus Nepperwitz und nutzte den Lauf gleich zur Pflege alter Kontakte. Und so sah er beispielsweise seinen Kumpel Thomas Voigtmann wieder, der in Wurzen wohnt. "Das ist eine schöne Abwechslung zu den großen Läufen, letztens waren wir beispielsweise in Wien dabei", berichtete Busch. Seine Dresdner Gruppe war mit 13 Teilnehmern vor Ort.

Ganz allein unterwegs war übrigens der Deubener Thomas Gelinek vom Tri-Sport Wurzen - er führte mit dem Streckenfahrrad alle Läufe an. "Mein 28-er Crossrad ist dafür genau richtig, das Rennrad bleibt daheim." Eine echte Herausforderung sei seine Aufgabe aber nicht. "Das Läufertempo ist für mich als Radfahrer kein Problem."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.08.2014

Bert Endruszeit

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