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Wurzen Rundfunkblasorchester erinnert an die friedliche Revolution von vor 20 Jahren
Region Wurzen Rundfunkblasorchester erinnert an die friedliche Revolution von vor 20 Jahren
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13:18 04.11.2009

. Damit kam der Muldestadt eine besondere Ehre zu, denn erst danach tritt der Klangkörper mit diesem Programm auch in der Landeshauptstadt Dresden, sowie bis Ende November in sieben weiteren Städten und Gemeinden auf.

Dafür bekam das RBO in Trebsen eine sprichwörtlich große Bühne. So groß, wie sie bislang noch nicht in der Kulturstätte stand, um allen 36 Musikern optimale Bedingungen zu bieten. Immerhin war das RBO durch bisherige Auftritte im Schloss ein anderes Ambiente in Trebsen gewohnt. „Aber hier in der Kulturstätte, wo wir erstmals auftreten, ist es ja auch schön“, sagte Manager und Orchesterdirektor René Geipel. Zum Wendekonzert, wie es auch genannt wird, fand Claudia Scheibe Moderatorin des Konzertes und erste Flötistin teils nachdenkliche Worte. „Wir ehemaligen DDR-Bürger haben es selbst erfahren: Eine friedliche Revolution war ohne Blutvergießen möglich. Unfassbar für die meisten von uns, damals vor 20 Jahren. Aber unsere Zeit ist schnelllebig. Deshalb ist es gut, sich von Zeit zu Zeit zu besinnen...“

Von solchen Gedanken inspiriert, traf das Orchester die Musikauswahl – Werke von Schostakowitsch, Wagner und Stölzel sowie von Bach und Mendelssohn-Bartholdy – und erfüllte die Erwartungen. Was letztlich auch Claudia Scheibe hoch erfreute, denn: „Ja, ich habe ihn gefunden“, sagte sie, die zur Wende als 17-Jährige „auf der Suche nach dem Sinn des Lebens“ war. In einer Zeit, die, wie sie sich erinnerte, „von unglaublichen Erlebnissen geprägt war. Und auch von der Suche nach meinem Platz, wo gehöre ich hin.“ Für die Flötistin habe sich mit ihrer musikalischen Laufbahn der Sinn des Lebens erfüllt.

Das ließen dann auch die Musiker und ihr Dirigent Walter Ratzek die Zuhörer im Saal spüren. Klangvoll verstanden sie es, die in einer stimmungsvollen Atmosphäre laut geäußerten Gedanken auf ihre Art zu unterstreichen. Sehr wohl, wie schon erwähnt, mit extra ausgewählten Stücken, die zwar zum Repertoire des Klangkörpers gehören, ihn aber auch ein Stück weit in den letzten 20 Jahren begleitet hätten, sagte Orchesterchef René Geipel.

Frank Schmidt

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