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Russische Schüler zu Gast im Lichtwergymnasium Wurzen

Schüleraustausch Russische Schüler zu Gast im Lichtwergymnasium Wurzen

Schüler aus der zentralrussischen Stadt Iwanowo waren kürzlich zu Gast im Lichtwergymnasium. Bereits seit 15 Jahren pflegt die Bildungsstätte nunmehr den engen Kontakt, den damals Russischlehrerin Violetta Wollny initiierte. Auf dem Programm standen unter anderem der Besuch des BMW-Werkes und des Grassimuseums.

Das Wurzener Lichtwergymnasium

Quelle: Archiv

Wurzen. Mit seinem deutsch-russischen Schüleraustausch feiert das Wurzener Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium ein kleines Jubiläum. Seit 15 Jahren pflegen die Lehrerin Violetta Wollny und ihre Schüler der oberen Klassenstufen mit wechselseitigen Schulbesuchen enge Kontakte nach Iwanowo, eine zentralrussische Stadt etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau gelegen.

Dieses Mal sind zehn Schüler von dort zu Gast in Wurzen. Und zur Tradition gehört es, so erklärt die Russischlehrerin, die zehntägige Begegnung unter ein Motto zu stellen: „Sachsen entdecken, erleben, erforschen.“ Dem war freilich ein umfangreiches Programm untergeordnet, das gemeinsam mit Wurzener Gymnasiasten für zahlreiche und nachhaltige Erlebnisse sorgte. Ausflüge führte die Teenager nach Freiberg, Mittweida und Leipzig, aber auch nach Dresden, Meißen und natürlich auch durch Wurzen. Das Programm umfasste neben gemeinsamen Unterrichtsstunden Stippvisiten in die Mineraliensammlung, zum Denkmal von Elsa Brändström auf Schloss Neusorge, ins BMW-Werk und Grassimuseum sowie in die Frauenkirche, in den Zwinger und in die Porzellanmanufaktur Meißen. Das Projekt wird unter anderen vom Deutsch-Russischen-Jugendaustausch in Hamburg, von der sächsischen Bildungsagentur und von Eltern und Schülern finanziell unterstützt. Um aber Kosten zu sparen, sind die russischen Schüler bei Gastfamilien ihrer Altersgenossen untergebracht. Gerade in Sachen Gastfreundschaft hat der russische Schüler Daniel Schubin die ersten positiven Erfahrungen gemacht. „Obwohl die Deutschen sehr streng sind. Aber neben der herzlichen Gastfreundschaft hätte ich nicht erwartet, dass es in Deutschland so viele russisch sprechende Leute gibt“, sagte der 16-Jährige.

Weniger überraschend für ihn war, „dass die Deutschen ein Volk mit großer Ordnungsliebe sind“. Der zwei Jahre jüngere Benjamin Ernst vom Wurzener Gymnasium hat sich ganz bewusst schon in der sechsten Klasse für Russisch als zweite Fremdsprache entschieden. „Bekannte von mir haben von der Sprache geschwärmt und auch der Schüleraustausch soll sehr schön sein, was ich nur bestätigen kann“, sagte der Neuntklässler. Außerdem, so fügte Benjamin an, würden sich mit Russischkenntnissen gute berufliche Chancen ergeben. Allerdings habe er noch keine konkreten Vorstellungen, in welche Richtung es mal gehen könne. „Heutzutage ist es in größeren Konzernen einfach vorteilhaft, wenn man mehrere Sprachen kann“, sagte der auch englisch sprechende Gymnasiast.

Von Frank Schmidt

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