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Wurzen SPD diskutiert über Sicherheit in Wurzen
Region Wurzen SPD diskutiert über Sicherheit in Wurzen
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00:22 15.05.2018
Im einstigen Gerichtssaal 115 stellten sich die SPD-Politiker Albrecht Pallas sowie Mario Pecher, Oberbürgermeister Jörg Röglin, Frank Schubert vom Netzwerk für demokratische Kultur und Landespolizeipräsident Jürgen Georgie den Fragen des Publikums. Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
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Wurzen

Derzeit geben sich Landespolitiker und Polizeispitzen in Wurzen die Klinke in die Hand. Erst kürzlich verkündete Innenminister Roland Wöller (CDU) vor Ort und nach einer Unterschriftenaktion des CDU-Stadtverbandes eine Aufstockung des Personals um fünf Beamte für den Polizeistandort in der Lüptitzer Straße. Jetzt luden die beiden Abgeordneten der SPD-Landtagsfraktion, Mario Pecher und Albrecht Pallas, zur Podiumsdiskussion unter dem Titel „Sichtbare Sicherheit“ ein. Ihre Gäste: Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD), Frank Schubert vom Verein Netzwerk für demokratische Kultur (NdK) sowie Landespolizeipräsident Jürgen Georgie.

Der Veranstaltungsort des Gesprächs mit knapp zwanzig Zuhörern passte wohl eher zufällig zum Thema – nämlich der einstige Saal 115 des früheren Amtsgerichtes Wurzen in der Friedrich-Ebert-Straße 2 A, jetzt das Bistro „Mittags-Gericht“.

Pallas: Ende des Stellenabbaus bei der Polizei ist ein Erfolg

„Sicherheit ist nicht alles, aber ohne Sicherheit ist alles nichts“, verdeutlichte Stadtoberhaupt Röglin gleich zu Beginn das Spannungsfeld zwischen dem Sicherheitsempfinden eines jeden Einzelnen und der tatsächlichen Sicherheit. Kurz darauf nutzte Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die Gelegenheit, um über die Initiativen der Sozialdemokratie in Dresden zu sprechen. Als wichtigsten Erfolg bezeichnet der 38-Jährige das Ende des Stellenabbaus bei der Polizei. Eben dafür habe sich seine Partei bereits in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU erfolgreich eingesetzt. Aus seiner Sicht müsse die Polizei in Zukunft „präsenter in der Fläche“ sein. Insbesondere liege ihm der Bürgerpolizist am Herzen.

Bürger schildert ganz eigene Erfahrungen

Weniger die große Politik als vielmehr die Erfahrungen im Kleinen bewegte letztlich die Gäste. So schilderte unter anderem Rolf Weber, Vorsitzender des Heimatvereins Kühren, sein bislang erfolgloses Bemühen um die Genehmigung des Lampionumzugs zum Dorf- und Kinderfest am 3. Juni. Dieser muss von der Polizei begleitet werden. „Demonstrationen dagegen können sie innerhalb von 48 Stunden anmelden. Machen sie das mal den Bürgern klar.“ Abgeordneter Pecher versprach sofort Hilfe bei der Vermittlung eines Ansprechpartners für Weber, „der Praxistipps geben kann“.

Parken auf dem Markt – „Blech gewordene Katastrophe“

Für einen weiteren Fragesteller zählte auch das Tolerieren von Parksündern in dritter, vierter Reihe auf dem Wurzener Marktplatz zum Thema Sicherheit. Oberbürgermeister Röglin pflichtete ihm bei, sprach von einer „Blech gewordenen Katastrophe“ und einem „großen Ärgernis“, das demnächst durch ein neues Parkregime geheilt werden soll. Karl-Heinz Maischner, Pfarrer im Ruhestand, wünschte sich angesichts der momentanen Situation in Wurzen nach mehreren Zwischenfällen und den aktuellen „Anfeindungen gegenüber dem NdK“ deutlicher Signale von der Stadt, Polizei und Vereinen.

Verwaltung erwägt Videoüberwachung

Im Wissen um die angespannte Lage, informierte Röglin zuvor, habe sich die Verwaltung für ein „mehrstufiges Maßnahmepaket“ entschieden. Hierzu gehörte auch die verstärkte Sozialarbeit auf der Straße. Zudem gebe es Überlegungen auf technische Hilfsmittel zurückzugreifen – eventuell einer Videoüberwachung auf dem Alten Friedhof und dem Busbahnhof am Clara-Zetkin-Platz. „Wir sind drauf und dran, Pilotkommune sein zu wollen“, sagte Röglin.

Nach anderthalb Stunden endete schließlich der Abend mit dem Fazit von Albrecht Pallas: „Ich nehme mit, dass wir miteinander reden und ein Format finden müssen.“

Von Kai-Uwe Brandt

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