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Wurzen Sachsentag und Nachtshopping in Wurzen: Händler sind zufrieden
Region Wurzen Sachsentag und Nachtshopping in Wurzen: Händler sind zufrieden
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00:17 01.02.2016
Unbezahlbare Idee: Die lebenden Schaufensterpuppen waren beim letzten Nachtshopping ein origineller Hingucker. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Für den Stadtmarketingkoordinator Peter Sauer war eine Rückkopplung der Händler zum Tag der Sachsen im Herbst 2015 wichtig. „Ich möchte gerne aus dieser Runde heraus wissen, hat es den Händlern etwas gebracht, an diesem Wochenende die Geschäfte zu öffnen.“ Das Stadthaus hoffe auf Erfahrungen für zukünftige innerstädtische Veranstaltungen, die unter Einbindung der Einzelhändler geplant sind. Demnach, so war aus dieser Runde zu erfahren, seien am Freitag eher Einheimische unterwegs gewesen, während am Sonnabend Besucher aus dem gesamten Freistaat dominierten. Der Sonntag wurde einer differenzierten Einschätzung unterzogen. Zum einen habe das Wetter negativen Einfluss auf die Besucherströme gehabt, zum anderen der Festumzug, so dass sich kaum einer in die Geschäfte verirrte. Weniger glücklich war man über die durch Schausteller zugestellte Geschäfte. Hier, so wurde angemerkt, hätte die Stadt mehr Einfluss nehmen müssen. Grundtenor aber war: Für die Wurzener Einzelhändler habe es sich gelohnt, die Geschäfte zu öffnen. Zur ganzen Wahrheit gehört jedoch auch, dass lange nicht alle Wurzener Gewerbetreibenden die Plattform des Händlertreffens genutzt haben.

Zum Thema Nachtshopping konfrontierte SiW-Vorstand Katrin Hussock die Händler mit der Frage: „Was kostet diese Aktion?“ Anlass seien immer wieder Diskussionen zum Obolus, den jeder Händler zu erbringen hat, will er zweimal im Jahr die verlängerten Öffnungszeiten nutzen. „Pro teilnehmender Händler sind 30 Euro Netto fällig. Als Gegenleistung bekommen Sie die komplette Organisation und Durchführung, inklusive Werbung. Zudem liefern wir Ideen, zum Beispiel für Kunden lockende Mottos. Und Ideen, auch die der Händler für mottobezogene Aktionen, sind unbezahlbar“, sagte Hussock. Hier sind Modenschauen und die lebenden Schaufensterpuppen besonders hervorgehoben worden. Ganz zu schweigen von Leistungen, die von der Stadt erbracht, jedoch nicht in Rechnung gestellt wurden.

„Alles gut und schön, aber die Stadt ist ja auch daran interessiert, dem Nachtshopping Leben einzuhauchen, da kann man das schon erwarten“, warf Jan Jentzsch vom Modetreff Heidi ein. Aber Hussock hielt dem entgegen, dass es sich nicht nur für die Händler rechnen dürfe, sondern auch für die Organisatoren. „Allein die Werbung – Plakate und Flyer – schlägt mit etwa 1300 Euro zu Buche und macht reichlich die Hälfte der Gesamtkosten von etwa 2400 Euro aus“, rechnete Hussock vor. Dennoch zog die Runde eine positive Bilanz des vergangenen Nachtshoppings. Denn die Kunden würden nicht mehr nur zum Flanieren in die Altstadt kommen, sondern ganz gezielt in die Läden gehen, die, so das abschließende Fazit, wieder gut gefüllt waren.

Von Frank Schmidt

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