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Wurzen Schimmel: Umzug der Schottenspiele hat nichts mit Klinikbau zu tun
Region Wurzen Schimmel: Umzug der Schottenspiele hat nichts mit Klinikbau zu tun
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11:46 09.01.2012

. „Die Macherner Parkwiesen sind in ihrem jetzigen Zustand nicht mehr für Großveranstaltungen geeignet", erklärte Vereinschef Uwe Schimmel.

„Mit Sorge beobachten wir seit drei Jahren die Wiesen im Macherner Park, die von Jahr zu Jahr immer feuchter und sumpfiger werden." Habe vor drei Jahren noch etwas Stroh ausgereicht, die Fläche begehbar zu machen, habe man 2010 bereits schwere Technik gebraucht, um Händler und Verkaufsstände wieder vom Platz zu bekommen. „2011 mussten wir bereits beim Aufbau Spezialfahrzeuge benutzen, um das Fest aufzubauen, ganz zu schweigen vom Abbau nach den Regengüssen. Der entstandene Flurschaden war beachtlich und musste durch unseren Verein mit Unterstützung vieler freiwilliger Helfer beseitigt werden." Der Abbruch der jüngsten Veranstaltung am zweiten Tag sei einer total verschlammten Veranstaltungsfläche geschuldet gewesen. „Dies hat natürlich zu finanziellen Engpässen im Kulturverein geführt, die uns heute noch Probleme bereiten." Selbst nach der langen Trockenperiode im vorigen November seien die Wiesen noch nass gewesen. „Die von uns vor anderthalb Jahren in einer Beratung mit Vertretern der Gemeinde angesprochene mögliche Trockenlegung durch Melioration wurde aus finanziellen und denkmalpflegerischen Aspekten abgelehnt."

Um die Highland Games nicht sterben zu lassen, habe sich der Verein nach einem neuen Standort umgeschaut und diesen im Schloss Trebsen gefunden. „Diese Entscheidung fiel, bevor wir überhaupt zum ersten Mal von den Klinikplänen in Machern erfuhren und war einzig dem Erhalt der Highland Games und deren finanzieller Absicherung geschuldet", erteilt Uwe Schimmel anderen Vermutungen eine Abfuhr.

Der Kulturverein, zog Schimmel ein weiteres Fazit, präge seit 1999 maßgeblich das kulturelle Leben in Machern mit Veranstaltungen der verschiedensten Coleur von Klassik über Folk bis hin zu Auftritten bekannter Kabarettisten. „Dabei wurden wir wesentlich von der Schloss Machern Betriebsgesellschaft unterstützt, die uns das Schloss als Veranstaltungsort zur Verfügung gestellt hat und für junge Künstler Probemöglichkeiten geschaffen hat, zum Beispiel die Macherner Operini." Seit dem Jahr 2000 veranstalte der Verein den Macherner Weihnachtsmarkt sowie die Internationalen Highland Games, und dies ohne finanzielle oder technische Unterstützung durch die Gemeinde Machern. Das gesamte finanzielle Risiko trage allein der Kulturverein. „Vom Ostermarkt, den wir fünf Jahre veranstaltet haben, mussten wir aus finanziellen Gründen bereits Abstand nehmen."

Zu aktuellen Spekulationen rund um Highland Games und Klinikbau erklärte Uwe Schimmel weiter, dass diese nur zur Verunsicherung der Bürger beitragen würden. „Man ist klüger beraten, mit den Veranstaltern direkt in Kontakt zu treten, um Vermutungen durch Kenntnisse zu ersetzen."

Simone Prenzel

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