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Wurzen Schloss Machern: Planung für zweiten Fluchtweg
Region Wurzen Schloss Machern: Planung für zweiten Fluchtweg
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00:27 26.07.2018
An der hinteren Terrasse des Macherner Schlosses wurde bereits eine Stahltreppe installiert. Quelle: Simone Prenzel
Machern

 Am Schloss Machern wird weiter an der Beseitigung von Sicherheitsmängeln gearbeitet. Die Bauaufsichtsbehörde des Landratsamtes führte im Vorjahr eine Brandschutzüberprüfung sowie weitere Vororttermine durch. Dabei, so hieß es im Nachgang, seien ernstliche Versäumnisse aufgefallen. Die protokollierten Mängel reichten von fehlenden Fluchtwegen über Steckdosen ohne Schutzleiter bis zu abgelaufenen Feuerlöschern.

Auflagen beschäftigen Gemeinderat

Schon mehrfach waren die Auflagen des Landkreises seitdem Thema im Gemeinderat. So hatte sich das Parlament nach entsprechenden Architektenvorschlägen dafür ausgesprochen, auf der nordwestlichen Terrasse eine Fluchtreppe aus Beton zu errichten – vorbehaltlich der Zustimmung der Denkmalschutzbehörden. Die Treppe, so der allseits geäußerte Wunsch, solle sich möglichst harmonisch einfügen und gegenüber der Schlossansicht nicht zu dominant erscheinen. Inzwischen führt eine neu installierte Stahltreppe vom umliegenden Gelände auf die Terrasse, um das letzte Stück Weg zu überbrücken. Die eigentliche Fluchttreppe allerdings steht noch aus.

Grünes Licht für Bau des zweiten Fluchtweges

Der Gemeinderat gab auf seiner jüngsten Zusammenkunft mehrheitlich grünes Licht, für den Bau des zweiten Fluchtweges die Genehmigungsplanung anzuschieben. Für die Leistungsphasen 1 bis 4 erhielt die Firma Firetech den Zuschlag. Da Machern für dieses Jahr noch ohne beschlossenen Haushalt agiert, erfolgt die Ausgabe als Vorgriff auf den Etat. Die Ingenieurleistungen wurden im Umfang von rund 11 000 Euro beauftragt. Der Schritt sei wichtig, um Fördermittel zu beantragen, erklärte Kämmerin Martina Schröter.

Kreis: Veranstaltungen müssen weiter genehmigt werden

Laut Brigitte Laux, Sprecherin des Landratsamtes, müssten Veranstaltungen, die im Schloss geplant sind, auf Grund der Brandschutzauflagen nach wie vor im Einzelfall genehmigt werden. „Die errichtete Außentreppe kann einen Teil der Gesamtlösung darstellen“, ergänzte Laux, „da es erforderlich ist, von der Terrasse auf das Gelände zu gelangen.“ Zur Situation erklärte die Behördensprecherin weiter: „Es gab erste Abstimmungen zum Gesamtkonzept mit der Denkmalschutzbehörde. Es liegt jedoch noch kein abschließendes Ergebnis beziehungsweise ein Bauantrag vor. Daher werden wir auf die Gemeinde zugehen und sie zum aktuellen Stand anhören.“

Von Simone Prenzel

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