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Wurzen Schlossmodell von Kühnitzsch aus Versenkung aufgetaucht
Region Wurzen Schlossmodell von Kühnitzsch aus Versenkung aufgetaucht
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16:36 18.12.2009
Alfred Schaich erläutert das Modell. Quelle: Andreas Röse
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Falkenhain/Kühnitzsch

Der ansehnliche Komplex stammt aus dem Besitz der Kühnitzscher Familie Herzog. In den zwanziger, dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhundert wurde der Miniatur-Gebäudekomplex von Leo Kusinski, Kutscher auf dem Rittergut, mit viel Geschick gefertigt.

„Er hat das aus Sperrholz und Zigarrenkisten wunderbar gemacht“, lobt Alfred Schaich vom Kühnitzscher Heimatverein das Geschick des Mannes, den er nie kennengelernt hat. Zu DDR-Zeiten drohte das kleine Kunstwerk bei einem Umbau unter die Räder zu kommen. Der Kühnitzscher Andreas Handschuh bewahrte den Gebäudekomplex und nahm ihn später sogar mit ins Ruhrgebiet. Bei einem Klassentreffen und einer Führung durch Kirche und Alten Brennerei kam die Rede jetzt auf den Schatz, den Handschuh in Wuppertal noch auf dem Dachboden hütete. Als Leihgabe an den Heimatverein karrte der 58-Jährige die Nachbildung bei seinem nächsten Besuch nach Kühnitzsch.

Schaich setzt das fort, was Handschuh bereits begonnen hatte: Er arbeitet den Schlosskomplex seit drei Monaten auf. „Es fehlten einige Fenster und Türen, auch ein Stück Dach musste neu gemacht werden“, erzählt der Kühnitzscher. Das Dach fasste er mit rotbrauner Beize wieder farbig. Jetzt ist er noch dabei, einen Verandaanbau zu ergänzen, der in den 1920er Jahren offenbar zum Schloss gehörte.

Schaich freut die Resonanz, die das Modell bei den Kühnitzschern findet. „Viele wussten, dass es existiert, waren sich aber nicht darüber im klaren, wo es abgeblieben ist“, erzählt der Mann aus dem Heimatverein. Der Schlosskomplex im Miniformat hat bereits jetzt seinen Platz in der Alten Brennerei. Bei Führungen kann jeder die Anlage in Augenschein nehmen, die zwar verschwunden war, die Zeitläufte aber relativ schadlos überstanden hat. Termine, so informiert Schaich, können auf Anfrage mit dem Heimatverein vereinbart werden.

Ingrid Leps

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