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Wurzen Schmölen erhält am neuen Wohngebiet eine weitere 30er-Zone
Region Wurzen Schmölen erhält am neuen Wohngebiet eine weitere 30er-Zone
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15:00 08.01.2016
Wie schon hier in den Seitenstraßen links der B 107 aus Richtung Wurzen soll nun auch rechterhand eine 30er-Zone eingerichtet werden. Die Schilder dafür stehen schon beim Bauhof bereit. Quelle: Thomas Kube
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Bennewitz

„Sobald der Frost aus dem Boden ist, werden die Schilder aufgestellt“, informiert Matthäus Busch vom Fachdienst Ordnungsangelegenheiten im Rathaus Bennewitz. Die Gemeinde will in Schmölen eine weitere 30er-Zone einrichten. „In den Seitenstraßen links der Bundesstraße 107 aus Richtung Wurzen greift diese Verkehrsregelung schon seit Jahren, und auf der rechten Seite hat sich mit der Bebauung von Grundstücken im Mittelweg jetzt ebenfalls ein Wohngebiet entwickelt, so dass wir hier jetzt nachsteuern“, sagt Busch. Die Verwaltung kommt damit einer Anregung aus dem Gemeinderat nach. Viel ändert sich für die Verkehrsteilnehmer indes nicht, denn schon jetzt ist die Geschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt, aber man spare sich mit dem Zonenschild weitere Einzelschilder nach jeder Einmündung. „Schließlich soll der Schilderwald nicht noch dichter werden“, sagt Busch.

Weitere 30er-Zonen in der Gemeinde gibt es laut Busch in Pausitz und im Wohngebiet hinter der Tankstelle in Bennewitz. Zu gegebener Zeit werde wahrscheinlich auch das Wohngebiet auf dem Wiesenberg in Altenbach dazukommen, blickt er in die Zukunft. Aber bis jetzt ist dessen Bebauung noch nicht abgeschlossen.

Nicht wieder aufgestellt werde hingegen das Tempo-30-Schild im Altenbacher Weg in Deuben. Das war Mitte vergangenen Jahres aufgestellt worden, weil das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße 6 – diese diente bis Ende November aufgrund der Sperrung der B 87 zwischen Leipzig und Eilenburg in Taucha als Umleitungsstrecke – zu Staus an der Ampelkreuzung von B 107 und B 6 geführt hatte, woraufhin Ortskundige den Schleichweg über Deuben wählten. „Und dabei wurden nicht nur 50 km/h gefahren“, sagt Busch, „was zu teils gefährlichen Situationen führte, zumal es in diesem Abschnitt keinen Fußweg gibt und hier auch Schulkinder unterwegs sind.“

Bei Autofahrern indes scheint die Reglementierung auf wenig Gegenliebe gestoßen zu sein, zumal das Landratsamt auf Bitte der Gemeinde mit Geschwindigkeitskontrollen nachdrücklich auf deren Einhaltung sah. Busch berichtet nicht nur von „wutentbrannten Anrufen“ geblitzter Autofahrer, sondern die in beiden Richtungen aufgestellten Schilder wurden auch zweimal gestohlen. Allerdings, weiß Busch aus eigener Erfahrung und der seiner Kollegen, seien 30er-Schilder auch „beliebte Geburtstagsgeschenke“ und fielen deshalb öfter Langfingern zum Opfer. Die Gemeinde verzichtet nun darauf, wieder ein neues Schild aufzustellen. Nicht, weil sie vor Rasern und Dieben einknickt. „Die Verkehrspolizei der Polizeidirektion West habe die Installation abgelehnt, „weil es die Verkehrslage nicht hergibt“, erklärt Busch, denn die Umleitung auf der B 6 ist inzwischen Geschichte.

Von Ines Alekowa

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