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Wurzen „Schmölen ist ein junges Dorf im alten Wurzener Land“
Region Wurzen „Schmölen ist ein junges Dorf im alten Wurzener Land“
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00:19 24.06.2017
An der alten Schule, schon lange ein Wohnhaus, erklärte Bernd Laqua (3.v.r.) der Jury, wie die Mulde, die hier zwischen Wachtel- und Schäferberg eine Engstelle passiert, den Ort geprägt hat. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Bennewitz/Schmölen

Der Eindruck ist wettbewerbsfähig.“ Als Gesine Sommer, Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung im Landratsamt, dieses Resümee zog, lag hinter der fünfköpfigen Jury verschiedener Sachgebiete im Landratsamt eine Zwei-Stunden-Tour durch Schmölen. Der Natur- und Heimatverein sowie Bürgermeister Bernd Laqua hatten sie prall gefüllt mit Informationen, um ein facettenreiches Bild des Bennewitzer Ortsteiles zu zeichnen. Das 640-Seelen-Dorf war das erste von zehn Bewerbern im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, das die Jury am Mittwoch unter die Lupe nahm.

Schmölen bewirbt sich im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Bei einem Rundgang prüft die Jury, ob der Ort die Kriterien erfüllt.

Seinen Anfang nahm der Rundgang, der den idyllischen Steinbruch mitten im Ort genauso streifte wie die Mulde als prägendes Element und den jetzt vor ihr schützenden Deich oder das alte Gerätehaus am Mulderadweg, nicht zufällig im alten Kern des 587 Jahre alten Ortes, zu dem neben dem mit Leadermitteln sanierten Herrenhaus, heute Pension, auch die Ursula-Kapelle zählt. Denn Altes und Neues ist in Schmölen eng verzahnt. „Unser Ziel ist, das Herrenhaus für Touristen zu einem Geoportal zu entwickeln“, erklärte der Gemeindechef, denn Schmölen liegt im Zentrum einer der beiden Calderen des Geoparks. Ein Fenster in die Zukunft ist auch die Firma Sonneck im ehemaligen Konsum, eins von 14 Gewerben. „Altes wieder in Nutzung bringen, neues Gewerbe in den Ort zu integrieren, Arbeitsplätze schaffen, fällt heute schwer“, weiß der Bürgermeister. „Hier ist es gelungen.“ Nicht für alles habe man eine Lösung – der Gasthof „Zum Fährhaus“ verfällt weiter. Insgesamt aber gebe es nur wenige leere Häuser, bemerkte die Jury. „Wir treiben die Wohnentwicklung voran, um junge Leute herzuholen“, so Laqua. Potenzial habe da die Straße Am Schwarzwasser. Auch im Heimatverein engagieren sich Hinzugezogene. Erst vergangenes Wochenende hatte er zum Kinderfest eingeladen. Laqua: „Schmölen ist ein junges Dorf im alten Wurzener Land.“

Die LVZ und der Landkreis Leipzig küren im Rahmen des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“ ab diesem Jahr die schönsten Orte in der Region. Aus den Bewerbern werden drei Gewinner-Orte prämiert, die sich durch eine Besonderheit auszeichnen – sei es die agile Dorfgemeinschaft, die jedes Jahr kulturell was auf die Beine stellt, der rührige Verein, der sich für die Pflege historischer Gebäude einsetzt oder Heimatverbundenheit in anderer Form hochgehalten wird. Zehn Dörfer des Landkreises Leipzig werden derzeit von der Bewertungskommission besucht – wir stellen alle Orte vor.

Von Ines Alekowa

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