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Wurzen Schnelles Internet: Bürgermeister starten Netzausbau
Region Wurzen Schnelles Internet: Bürgermeister starten Netzausbau
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06:06 30.08.2018
Die vier Bürgermeister des Wurzener Landes haben gut lachen:Mit einem Tastendruck starteten sie die Ausschreibung für den Ausbau des Glasfasernetzes in der Region. Im Bild (v.l.): Jörg Röglin, Bernd Laqua, Uwe Weigelt und Thomas Pöge. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Auf die Plätze, fertig, los: Mit einem Tastendruck haben jetzt die vier Bürgermeister des Wurzener Landes die Ausschreibung für den flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes in der Region gestartet. Nach Ende des Verfahrens soll dann voraussichtlich im April 2019 der Spatenstich für die eigentlichen Tiefbauarbeiten beginnen – „und zwar in allen vier Kommunen gleichzeitig“, ergänzt der Bennewitzer Rathauschef Bernd Laqua (parteilos).

34 Millionen Investition

Allein die Investitionssumme fürs schnelle Internet beträgt 34 Millionen Euro. Laut Thomas Pöge (parteilos), Bürgermeister von Thallwitz, erfolge der Ausbau nicht schrittweise, sondern in der Fläche. Dazu würden Leerrohre und Glasfaserkabel auf einer Länge von gut 270 Kilometern in einer Tiefe von 60 bis 80 Zentimetern verlegt, um unterversorgte Gebiete fit für die Zukunft zu machen. Hierunter zählten alle Orte, die unter 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) an Datentransferleistung verfügen, konkretisiert der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD).

Schwieriger Weg für die Allianz

Einfach sei der Weg für die Allianz von Wurzen, Bennewitz, Lossatal und Thallwitz indes nicht gewesen, resümiert Pöge. Bereits im Juni 2014 begannen die Kooperationspartner des Wurzener Landes mit einer Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalyse, kämpften in Berlin und Dresden um die notwendige Finanzierung des Vorhabens – „bis hin zu einem Sonderkabinettsbeschluss, weil es im Freistaat noch keine Richtlinie gab“. Im Dezember des Vorjahres erhielten Laqua und Pöge dann endlich ein frühes Weihnachtsgeschenk im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Staatssekretär Rainer Bomba überreichte ihnen einen Fördermittelbescheid über 17 Millionen Euro – also 50 Prozent der Gesamtkosten.

Hilfe vom Freistaat

Weitere 40 Prozent sicherte schließlich vor vier Wochen – am 27. Juli – der Freistaat Sachsen zu. Den Rest hätten die Kommunen als Eigenanteil selbst schultern müssen, so Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD). Je nach Fläche wären das für die vier Gemeinde 600 000 Euro bis zu einer Million Euro gewesen. Allerdings suchte die Allianz schon im Vorfeld nach möglichen Alternativen.

Röglin zufolge springt als Investor für den kommunalen Anteil von zehn Prozent die WuLaWe Glasfaser GmbH ein. Die Gesellschaft wurde am 26. September 2017 unter dem Dach der kommunalen Wurzener Landwerke (WuLaWe) eigens für die Entwicklung, Errichtung und das Halten eines Breitband-Netzes gegründet. Welchen Umfang der Netzausbau nach der Ausschreibung hat, verrät übrigens die Glasfaser GmbH auf ihrer Internetseite: „Mehr als 80 Prozent der in den vier Projektgebieten für circa 4300 Haushalte und circa 320 Unternehmen vorgesehenen Anschlüsse sollen nach Ende des Bauvorhabens mit 100 Mbit/s oder mehr auf Basis der FTTB (Fibre to the Building)-Technologie – Glasfaserausbau bis zum Gebäude – versorgt werden.“

Spätestens Anfang 2022 rechnen Röglin, Laqua, Weigelt und Pöge mit dem Abschluss der Arbeiten und dem Beginn in die digitale Zukunft des Wurzener Landes.

Von Kai-Uwe Brandt

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