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Wurzen Schritt für Schritt
Region Wurzen Schritt für Schritt
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05:00 04.06.2011
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. „Wir konnten schon den Ruhebereich um einen Baum und den Platz für gemütliche Runden am Feuer pflastern lasssen. Große Steine wurden gesetzt und Bäume gepflanzt. Das sieht richtig gut aus", freut sich Heimleiter Ronny Prosy. Für die Männer und Frauen, die hier leben, ist die Begradigung des Areals besonders wichtig: Viele von ihnen sitzen im Rollstuhl oder sind gehbehindert. Doch jetzt sind die finanziellen Vorräte für die Außenanlage erst einmal aufgebraucht.

„Wir können nur Schritt für Schritt vorgehen. Dabei sind wir voll auf Sponsoren angewiesen", macht Prosy deutlich. Behindertenarbeit könne über weite Strecken, und speziell bei Extras wie dem Sinnengarten, nicht auf die öffentliche Hand zählen. Dabei biete ein solcher Therapiegarten gerade für teils mehrfach schwer behinderte Heimbewohner unschätzbare Förderansätze.

So ist es auch vorerst ein Wunsch, dass noch in diesem Sommer die Bank rund um einen Baum und Sitzgelegenheiten am Feuerplatz Wirklichkeit werden. Dafür müssten rund 2000 Euro aufgebracht werden – eigentlich keine Riesensumme. „Aber für uns würde das so viel bedeuten", sinniert Prosy. Die Einrichtung zählt bei der Finanzierung des Vorhabens keineswegs nur auf uneigennütige Unterstützung von Sponsoren, örtliche Gewerbetreibender oder die Familienmitglieder der Heimbewohner, die zudem ganz erstaunliche Netzwerke geknüpft und auch Geldgeber aus der Wirtschaft für ihr soziales Anliegen interessiert hätten.

Einnahmen zugunsten der Gartenpläne erhofft sich Prosy auch von einem Theaterprojekt Behinderter mit der Falkenhainer Mittelschule. Am 10. Juni sind zwei Aufführungen im Hotel Hohburger Schweiz geplant, die große Resonanz fanden. Während die Hobby-Mimen am Vormittag vor Schülern aus dem Wurzner Raum auftreten, lädt abends ab 18 Uhr eine öffentliche Vorstellung für jedermann ein.

Für das traditionelle Jahresfest am 25. Juni ist ein dickes Sparschwein in Arbeit, das mit Spendengeldern gemästet werden soll. Zudem haben Heimbewohner in Serviettentechnik Tabletts und anderes gestaltet, das dekorativ und nützlich daherkommmt – als kleines Souvenir zum Freundestag, das sich für seine Schöpfer auf wundersame Weise in einen Mosaikstein für einen schattigen Ruheplatz verwandeln könnte.

Ingrid Leps

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