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Wurzen Schüler aus Iwanowo zu Gast in Wurzen
Region Wurzen Schüler aus Iwanowo zu Gast in Wurzen
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00:33 23.03.2018
Auf den Spuren von Ringelnatz: Natürlich gehörte ein Erinnerungsfoto der russischen Gäste am Ringelnatzbrunnen in Wurzen dazu. Quelle: Foto: privat
Wurzen

Zehn Tage in Sachsen wollten die 13 russischen Schüler aus Iwanowo und ihre beiden Lehrerinnen bei warmen Frühlingstemperaturen erleben, wie sie das sonst gewöhnt sind. Doch leider blieben die russischen Wintertemperaturen zumindest die meisten Tage erhalten. Dafür war aber die Herzlichkeit und Wärme der Gastgeber und der Gäste zum jüngsten Schüleraustausch im Lichtwergymnasium Wurzen zu spüren.

Kultur, Geschichte und Politik bestimmten den Weg während des Aufenthaltes, und dies merkten die Teilnehmer des Projektes auf Schritt und Tritt, berichtet Violetta Wollny, die seit jeher die Fäden der Organisation in den Händen hält. Auf den Spuren von Joachim Ringelnatz sowie Magnus Gottfried Lichtwer in Wurzen oder Johann Wolfgang von Goethe sowie Friedrich Schiller in Leipzig und Weimar erlebten die Schüler hautnah und machten sich über deren Leben und Wirken in den verschiedenen Museen ein Bild. Dass man Goethes Faust in Auerbachs Keller in Leipzig sogar mit einem Fassritt erleben konnte, sei schon ein besonderes Erlebnis gewesen, so Wollny Unvergesslich wurde zudem die Stippvisite nach Dresden. Zuvor hatten sich die Teilnehmer natürlich im Unterricht sowohl auf die Literaten vorbereitet als auch auf die Oper „Der Freischütz“ und das politische System in Sachsen und Deutschland. Schon deshalb blieb allen der Besuch des sächsischen Landtages, des Residenzschlosses und der Semperoper mit der Aufführung des „Freischütz“ in Erinnerung.

Zum zweiten Teil des Projektes unter dem Motto „Welchen Beitrag kann ich leisten“ warteten die russischen Schüler mit einem erstaunlichen Kulturprogramm auf, bei dem die Gedichte von Ringelnatz und deren eigener Übersetzung ins Russische vorgetragen wurden und für Anerkennung sorgten – unter anderem beim Besuch des Wurzener Oberbürgermeisters Jörg Röglin (SPD). Selbst Goethes „Gingo biloba“-Gedicht fand zweisprachig seine Interpreten.

„Nach so viel Kultur war schließlich die sportliche Seite gefordert.“ Beim gemeinsamen Kegeln lernten sich nicht nur die Schüler besser kennen, sondern ebenso die Eltern der Gastgeber. Übrigens ermöglichten die Wurzener manch einem russischen Fußballfan den Besuch eines Spieles von RB Leipzig.

Seinen Ausklang fand der Schüleraustausch mit einem Familientag – darunter der Besuch des Leipziger Zoos sowie einer Kranzniederlegung am Wurzener Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges beziehungsweise an der Gedenktafel für Elsa Brändström. Daran nahmen der Oberbürgermeister und die schwedischen Honorarkonsulin Petra Löschke teil. Aus Sicht von Wollny setzte der bereits 17. Schüleraustausch zwischen Wurzen und Iwanowo wieder einmal viele Akzente, festigte die Freundschaften und erweiterte den Horizont der Gäste und Gastgeber. Doch ohne die Hilfe von Sponsoren wäre ein solches Treffen nicht möglich. Dazu beigetragen haben die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausches Hamburg, der Lions-Club „Graf Lindenau“ Wurzen, der Werksverkauf der Wurzener Dauerbackwaren sowie die Regionalbus Leipzig GmbH. Sie sorgten einmal mehr dafür, dass der zwischenmenschliche Kontakt Brücken baut und Vorurteile abbaut.

Von lvz

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