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Schüler und Lehrer protestieren gegen Lehrermangel in Sachsen

Lichtwer-Gymnasium Wurzen Schüler und Lehrer protestieren gegen Lehrermangel in Sachsen

Schüler und Lehrer des Lichtwer-Gymnasiums in Wurzen haben sich am Donnerstag an der sachsenweiten Protestaktion gegen Lehrermangel beteiligt. Mit Frage- und Ausrufezeichen – vor dem Schulhaus von den Akteuren gebildet – machten sie auf das Problem aufmerksam.

Schüler und Lehrer haben vor ihrem Schulgebäude diese lebenden Satzzeichen gebildet, um damit gegen den Lehrermangel an sächsischen Schulen zu protestieren.

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen. Das neue Schuljahr ist erst wenige Wochen alt und schon regt sich Unmut unter den Schülern und Lehrern. Am Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium in Wurzen hat der Schülerrat am Donnerstag noch vor Unterrichtsbeginn sowohl die Schüler- als auch Lehrerschaft mobilisiert, um mit einer aufsehenerregenden Aktion gegen den Lehrermangel an sächsischen Schulen zu protestieren. Damit beteiligte sich die Bildungsstätte an den landesweiten Protesten, die unter dem Motto „Bildet die Rettung – Rettet die Bildung“ vom Landesschülerrat initiiert worden waren und mit einer Demonstration vor dem Dresdner Landtag ihren Höhepunkt fanden.

Im Vergleich zu anderen Schulen scheint am Wurzener Gymnasium die Welt der Lehrer noch in Ordnung zu sein. Das bestätigte Alexander Karschkes vom Schülerrat und räumt insofern ein Klagen auf hohem Niveau ein. „Momentan sind wir ja gut aufgestellt, was die Lehrerauslastung angeht. Aber es gab schon andere Zeiten, in denen ganze Fächer gekürzt wurden oder noch schlimmer ausfallen mussten“, sagte der Zwölftklässler.

„Ein Beispiel: In meiner Klasse war eine Lehrerin vier Monate krank. Aber in drei Monaten davon hatten wir in dem Fach gar keinen Unterricht. Das lässt sich nicht wirklich kompensieren – das ist meine Meinung. Und wenn es dann auf die Prüfungen oder das Abitur zugeht,“ sagte der 17-Jährige, „ist es für uns Schüler zusätzlicher Stress, wenn man weiß, den Stoff verpasst zu haben. Deshalb wollen wir uns nicht verschließen und mit anderen Schulen solidarisch zeigen, indem wir hier ein Zeichen setzen wollen.“

Um genau zu sein zwei, nämlich ein Ausrufe- und ein Fragezeichen, die von den Schülern und Lehrern als lebende Satzzeichen vor dem Schulgebäude gebildet wurden. Soll heißen: „Hallo, hier gibt es ein Problem! Und: Wie soll es weitergehen?“, erklärte Schülersprecherin Elodie Köppchen die Symbolik. „Es ist also eine Gemeinschaftsaktion der ganzen Schule, an der sich das Gros der etwa 700 Gymnasiasten beteiligen.

Nur wenige Klassen sind durch Sprachreisen oder wichtige Leistungskontrollen verhindert“, erklärte die Elfklässlerin. Glücklich zeigte sie sich darüber, dass die Lehrerschaft die Initiative nicht nur gut aufgenommen habe, sondern aktiv durch ihre Teilnahme unterstützte. „Das hat dazu geführt, dass auch die Lehrer untereinander das Problem in Gesprächen thematisiert haben“, sagte sie.

Letzteres bestätigte Ulrike Keucher, die Mathematik und Latein unterrichtet. „Das Engagement der Schüler ist wirklich toll, denn es ist sehr wichtig ein Zeichen zu setzen, dass Lehrer fehlen und es in den letzten Jahren versäumt wurde, darauf zu reagieren. Es geht ja nicht nur um krankheitsbedingten Ausfall. Prinzipiell fehlen Lehrerstellen, weshalb von vornherein Unterricht gekürzt werden muss. Und da denke ich auch an die Grund-, Ober- und Förderschulen, die vom Lehrermangel stärker betroffen sind als die Gymnasien“, ergänzte die Lehrerin.

Von Frank Schmidt

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