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Wurzen Schwachstellen im Schülerverkehr
Region Wurzen Schwachstellen im Schülerverkehr
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05:00 25.08.2011
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. Ihr Problem hatten sie bereits bei der jüngsten Gemeinderatssitzung zur Sprache gebracht: Sie wollen Schwachstellen im Schülerverkehr nicht länger hinnehmen.

22 Jungen und Mädchen aus Grubnitz, Nepperwitz und Deuben, aus Altenbach und Leulitz kommen nur pünktlich zur Schule und wieder nach Hause, wenn ihre Familien gut mit Handys ausgerüstet sind und organisatorisch Handstand machen. Auf die direkte Busverbindung zu den Mittelschulen Trebsen und Brandis können sie nicht zählen. Die Kinder können bestenfalls in Bennewitz zusteigen. Den Müttern, zumeist berufstätig, blieb nichts anderes übrig, als sich selbst für den Transport ans Steuer zu setzen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Fahren ihre Sprösslinge im Sommer mit dem Fahrrad zur Haltestelle, ist dafür zu sorgen, dass die Drahtesel auf Bennewitzer Privatgrundstücken sicher abgestellt werden, um nicht Begehrlichkeiten bei Langfingern zu wecken.

Das geht seit Jahren so. Es soll Familien geben, die dieses Problem in ihrem Alltag seit vier bis fünf Jahren immer wieder zu lösen haben. „Beim PVM ist der Kritikpunkt bekannt. Doch es fehlt an Kapazitäten, es müsste ein neuer Bus her", bestätigt Bürgermeister Matthias Spalteholz, für den die Angelegenheit im Interesse der Kinder durchaus Priorität hat, obwohl die Gemeinde kein Schulträger ist.

Momentan ist nach mehreren Gesprächen eine Lösung im Test, die durch das Entgegenkommen der Mittelschule Trebsen auf den Prüfstand kam: An zwei Wochentagen beginnt der Unterricht eine Stunde später. Dadurch haben die Betroffenen eine Busverbindung mit Umsteigen. Der Pferdefuß: Die Jungen und Mädchen brauchen für eine Strecke von Leulitz nach Trebsen 53 Minuten. So müssen sie dennoch relativ früh aus dem Haus. Einige sind dann acht, neun Stunden unterwegs. „Zu viel für Kinder aus der fünften Klasse", findet Doris Düro, dass damit noch nicht der Stein der Weisen gefunden wurde. Die Altenbacher Mutter hat schon Stunden über Fahrplänen gebrütet, um dem PVM Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

„Wir müssen miteinander reden. Schulnetzplanung ist gut und schön, aber die Bildungsstätten, für die sich die Familien entschieden haben, müssen auch für alle erreichbar sein. Ich verstehe, dass es für den PVM nicht einfach ist, das Problem zu lösen. Wir müssen den Landkreis als Schulträger ins Boot holen", betont Spalteholz. Die Zeit drängt: Bis zu den Herbstferien sollten im Hinblick auf den Fahrplanwechsel im Dezember die Weichen für eine Lösung gestellt sein, mit der alle leben können. Deshalb will Spalteholz am 20. September zu einer großen Runde mit den Eltern, PVM, Landratsamt, die Bürgermeister von Trebsen und Brandis sowie die beiden Bennewitzer Kreisräte Peter Lipinski und Wolfram Böttger einladen.

Ingrid Leps

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