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Wurzen Schweden heißen Wurzener Gymnasiasten „Hjärtligt välkomna!“
Region Wurzen Schweden heißen Wurzener Gymnasiasten „Hjärtligt välkomna!“
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00:21 09.10.2017
Zu den Erlebnissen während der Schwedenreise gehörte für die Wurzener Schüler der Besuch von Alt-Uppsala. Uppsala ist die Residenzstadt der Provinz Uppsala Iän. Quelle: Foto: privat
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Wurzen

Für zehn Tage machten sich zwanzig Schüler der Klassen 10 und 11 des Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums in Wurzen mit ihren Lehrerinnen auf den Weg nach Norden ins schwedische Gävle zu den beiden Partnerschulen Borgis und Vasa. Und das aus guten Grund. Denn zum zwanzigsten Mal jährte sich mittlerweile der Austausch. Los ging’s per Bus mit dem Unternehmen Liebelt, welches erneut die Tour unterstützte.

Von schwedischer Seite gab es mehr Gastgeberinnen als sonst, berichtet Violetta Wollny, in deren Händen der Austausch liegt. So seien vor allem ehemalige Lehrer bei vielen Aktionen dabei gewesen, „da sie es selbst nicht glauben konnten, dass schon 20 Jahre aktiver Kontakte vergangen sein sollten“. Der Aufenthalt wurde für alle zum Erlebnis. „Ob in der Kupfermine in Falun, dem idyllischen Anwesen des Malers Carl Larsson in Sundborn oder die Tierwelt des Nordens – die Schüler erlebten eine besondere Dimension Schwedens.“

Weitere Höhepunkt, so Wollny, seien natürlich der Unterricht mit den Gastgebern gewesen, das Zuschauen beim Damen-Eishockey, Bowling sowie das Lösen von sportlichen Wikingeraufgaben. Am Familiensonntag ging es außerdem zur Pilzsuche, wobei die Sammler die Umgebung von Gävle entdeckten. Im Vorfeld des Austausches hatten die Wurzener Schüler bereits Aktionen gestartet und durch einen Kuchenbasar sowie dem Verkauf schwedischen Essens zum Hoffest ihre T-Shirts finanziert. Darüber hinaus wurde das Kulturprogramm lange im Voraus einstudiert, sodass das Publikum begeistert vom Auftritt war. Eine Überraschung besonderer Art bereitete allerdings die schwedische Seite. „Ein ehemaliger Lehrer des Austausches, Benno Eriksson, der die schwedische Folklore und Tanzkunst pflegt, kam mit Orchester und Tänzern plötzlich zum Abschlussabend“, erinnert sich Wollny. Erstaunt zeigten sich die Gäste aus der Muldestadt überdies, wie die Elsa-Brändström-Geschichte hier vor Ort weiterentwickelt wurde. „Nachdem die Leipziger Honorarkonsulin Petra Löschke den Schülern eine kleine finanzielle Unterstützung mit auf den Weg gab, fand sie noch heraus, dass Peter Brändström, der Urgroßvater von Elsa, der Sponsor der ältesten Handelsschule Schwedens, also einer der beiden Partnerschulen, der Borgisskolan, ist.“ Aus Sicht von Wollny schließt sich damit wieder ein Kreis der deutsch-schwedischen Beziehungen vom Denkmal auf dem Alten Friedhof in Wurzen bis zum Straßennamen in Gävle.

Den letzten Tag verbrachten die Schüler in Stockholm und nahmen noch einige besondere Impressionen der Hauptstadt mit auf die Heimreise. Für Austausch-Initiatorin Wollny zeigte die jüngste Begegnung einmal mehr, wie wichtig es ist, Neues, Wissenswertes, aber auch Erstaunliches zu erleben. „Leider ist nicht sicher, ob die Kontinuität des Austausches weiterhin möglich ist, da es insbesondere auf schwedischer Seite eine Frage des Geldes ist, ob man jungen Leuten die Möglichkeit gibt, sich über das reale Leben und den Abbau von Vorurteilen ein Bild zu machen.“ Die Wurzener jedenfalls wollen im September 2018 ebenso gute Gastgeber sein wie dieses Jahr die Schweden.

Von LVZ

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