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Schwierige Bergung der Zwei-Tonnen-Fähre Dehnitz

Schwierige Bergung der Zwei-Tonnen-Fähre Dehnitz

Das Bergen der knapp zwei Tonnen schweren Fähre Dehnitz erweist sich als schwierig. Ende voriger Woche machte sich Fährmann Sirko Wedekind erstmals ein Bild vor Ort.

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Fährmann Sirko Wedekind.

Quelle: Andreas Röse

Wurzen. Das Boot, welches Angler vor Tagen kieloben etwa 800 Meter unterhalb der Grubnitzer Brücke entdeckten, wurde vom Hochwasser der Mulde mitgerissen - ebenso wie die beiden Pontons. "Sie stecken kurz vorm Wasserwerk Canitz fest", sagte Wedekind gestern. Voraussichtlich bis zum Wochenende könnten die Pontons wieder an ihren angestammten Ort zurück, hofft der 39-Jährige.

Weitaus mehr Probleme bereitet indes das Fährschiff. Jedoch rechnet Wedekind mit professioneller Hilfe. Diese sicherte zum einen die Stadtverwaltung zu und zum anderen der Verein Wasser-Stadt Leipzig. "Bereits zur Flut 2002 unterstützte uns die Gemeinschaft", erinnert er sich. Seinerzeit spendete der Verein dem Fährhaus 14 780 Euro, die beim 2. Leipziger Wasserfest zugunsten des Dehnitzer Ausfluglokals zusammenkamen.

Am Freitagmorgen nun standen die Vorsitzende sowie Leipziger CDU-Stadträtin Sabine Heymann und Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) dem Fährmann zur Seite. "Frau Heymann kontaktierte außerdem zwei Firmen, die uns vielleicht beim Bergen des Bootes unterstützen." Immerhin, so Wedekind auf Nachfrage, lasse sich die Dehnitz nicht einfach so aus dem Flussbett ziehen. "Hierzu benötigen wir auf alle Fälle schweres Gerät."

Da der Ufergrund aufgeweicht sei, ist der Einsatz eines Kranes eher ausgeschlossen. "Eventuell klappt es mit einem Bagger und mehreren Seilwinden." Was die Aktion inklusive Transport kostet, wisse Wedekind nicht. Ebenso wenig, welchen Schaden die Fähre genommen hat. Jedenfalls sei der Zehn-PS-Außenbordmotor von der Strömung mitgerissen worden und nicht mehr auffindbar. Trotz des Unglücks gibt sich Fährmann Wedekind zuversichtlich, auch dank des Schulterschlusses mit der Stadt. "Ob Oberbürgermeister Röglin oder Bürgermeister Gerald Lehne - alle knien sich ins Thema und helfen, wo sie können. Deswegen an dieser Stelle mein Dank!" Röglin sicherte dem Fährmann ferner die Unterstützung des Bauhofes zu. Bis die Dehnitz wieder auf dem Trockenen liegt, vermutet Wedekind, vergehen aber noch anderthalb Wochen. Dann gehe es rasch an die Reparatur, denn das Fährboot soll danach im alten Glanz erstrahlen, verspricht der 39-Jährige.

Erbaut wurde die Dehnitz übrigens 1987 im Auftrag der Stadtverwaltung Wurzen in der Werft Zehren, Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen. Das Boot ist zehn Meter lang sowie zwei Meter breit, wiegt knapp zwei Tonnen, wird mit einem Außenbordmotor angetrieben und bietet Platz für 16 Personen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.06.2013

Kai-Uwe Brandt

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