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Wurzen Sehenswert: Ausstellung im Ringelnatzhaus
Region Wurzen Sehenswert: Ausstellung im Ringelnatzhaus
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05:00 01.06.2010
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. Derzeit unternimmt es auch eine sehenswerte Ausstellung unter Regie des Ringelnatzvereins, die Wurzener für das Geschick des geschichtsträchtigen Hauses zu sensibilisieren, in dem Ringelnatz zur Welt kam. Erstmals ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden Aquarelle, Zeichnungen und Monotypien, die ihrem Schöpfer, Christian Rietschel, als Privatkunst galten

Rietschel, Urenkel des Bildhauers Ernst Rietschel, und Großneffe von Joachim Ringelnatz, wurde 1908 im heutigen Wurzener Ortsteil Sachsendorf geboren. Der Theologe, Kunstwissenschaftler, Schriftsteller und Grafiker betätigte sich trotz vielfältiger Verpflichtungen sein Leben lang auch in persönlichen Freiräumen künstlerisch. Rietschel, der vor seinem Theologiestudium in Leipzig und Berlin freie und angewandte Kunst studiert hatte, schuf im kirchlichen Rahmen Glasfenster, Wandmalereien, Schriftgrafik, Plakate und Buchillustrationen wie Vignetten für die kirchliche Wochenzeitschrift „Der Sonntag", die er redaktionell betreute.

In der Schau am Crostigall weisen lebendige Skizzen aus dem familiären Umfeld Rietschel als guten Beobachter mit sicherem Strich aus. Auch unterwegs, etwa im Orient, entstanden lebendige Zeichnungen. Ob an der Ostsee, in den Alpen oder in Russland – Rietschel beweist Gespür für Stimmung und Unverwechselbarkeit einer Landschaft, versteht es, Weite einzufangen oder räumliche Tiefe glaubhaft zu machen. Viel teilt sich dem Betrachter auch von der Faszination mit, die auf den Theologen das Gutshaus in den Weinbergen ausgeübt haben mag, das der sechsköpfigen Familie in Radebeul lange Refugium war. Auch in dörflichen Ansichten im Wandel der Jahreszeiten, im liebevollen Porträt des Sohnes oder dem schnell angelegten Aquarell einer Krabbe offenbart Rietschel seine Begabung.

„Endlich wieder ein Stück Ringelnatz-Leben im Ringelnatzhaus. Es ist hoffentlich ein guter Anfang für eine gute Zukunft", schrieb ein Besucher ins Gästebuch.

Ingrid Leps

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