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Wurzen Seit 35 Jahren gut behütet: Nachwuchs im Kinderland Sonnenschein Wurzen
Region Wurzen Seit 35 Jahren gut behütet: Nachwuchs im Kinderland Sonnenschein Wurzen
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00:21 02.10.2017
Baustelle in der Eduard-Schulze-Straße: Auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens entstand vor 35 Jahren für 2,8 Millionen DDR-Mark die Kindertagesstätte.
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Wurzen

Selbst DDR-Schlagerstar Frank Schöbel durfte beim Sommerfest der Kita Kinderland Sonnenschein nicht fehlen. Und so tönte es lautstark aus den Disco-Boxen zur Parade der Knirpse: „Komm wir malen eine Sonne auf dem grauen Pflasterstein ...“ Die großen wie kleinen Gäste hatten nämlich allen Grund zum Feiern und das gleich doppelt. Einerseits jährte sich die Eröffnung des Gebäudes in der Eduard-Schulze-Straße zum 35. Mal. Andererseits schaute der Förderverein Sonnenschein auf ein Jahrzehnt nach Gründung zurück.

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Hüpfburg, Eiswagen, Disco oder Tombola – zum Sommerfest des Kinderlandes Sonnenschein gab es für die Kleinen viel zu erleben.Sie starteten in die Feier auf dem Außengelände mit einer großen Parade.

Schon damals – am 6. Dezember 1982 – traf sich zur Einweihung der „Kinderkombination“ die städtische Polit- und Parteiprominenz, um zur „schönsten Kindereinrichtung des Kreises“ zu gratulieren. Binnen weniger Monate entstand auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens in typischer Betonbauweise sowie für 2,8 Millionen DDR-Mark eine Betreuungsstätte mit 180 Kindergarten- und 90 Krippenplätzen und 44 Mitarbeitern. Seitdem hat sich viel getan. Weitaus mehr im als am Haus, wie DRK-Vorstand Bettina Belkner beim kleinen Stehempfang resümierte. Schließlich übernahm das Deutsche Rote Kreuz am 1. Juli 1996 die Einrichtung. Keine leichte Zeit, so Belkner. Denn mit den geburtenschwachen Jahrgängen sank die Auslastung. Das DRK reagierte und installierte ein neues Angebot mit 30 Hortplätzen. 2005 erfolgte die Umgestaltung des Kinderlandes und die Übernahme des Hortes durch den Wohlfahrtsverband. Die nächste Etappe der jungen Historie war die Einführung einer Budgetvereinbarung mit der Stadt Wurzen zum 1.  Januar 2006, „welche das Arbeiten für uns wesentlich erleichterte“.

Heute bietet das Kinderland Sonnenschein 127 Kita-, 53 Krippen- sowie 170 Hortplätze, die unter anderem auf 190 aufgestockt werden. 30 pädagogische Fachkräfte unter Leitung von Sally Thiele, darunter eine Heilpädagogin, zwei Diplom-Sozialpädagoginnen und eine Erziehungswissenschaftlerin (M.A.), betreuen die Kinder in zehn Gruppen. Um die Technik kümmern sich zudem 13 Angestellte. Großen Wert, so Belkner, lege das DRK als Arbeitgeber auf die Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte, ob beim Bildungsplan, der Qualitäts- oder der Führungskräfteentwicklung. Insofern etablierte sich das Kinderland Sonnenschein nicht nur als Integrationseinrichtung, sondern zugleich als Ausbildungsstätte.

Ein wichtiger Partner an der Seite des DRK ist neben dem Elternrat der Förderverein unter Vorsitz von Sabrina Ryborsch. Die Gemeinschaft wurde 2007 aus der Taufe gehoben und zählte anfangs acht Mitglieder. Mittlerweile engagieren sich 70 Personen für das Wohl und Wehe der Einrichtung in vielerlei Hinsicht, betonte Ryborsch, die sich ganz besonders über ein Geburtstagsgeschenk freute – nämlich den Startschuss zum Umbau des Außengeländes. Hierfür hatte die Gemeinschaft immerhin lange Zeit die Werbetrommel gerührt und Spenden akquiriert. Natürlich gemeinsam mit dem Träger, der jede Gelegenheit nutzte, Spielplatz-Paten zu gewinnen – sei es als Weidentunnel-Sponsor für zehn oder Baum-Finanzierer für 50 Euro. Alle Geldgeber finden sich übrigens namentlich auf einer großen Tafel am Eingang zum Außengelände wieder. Und das Areal verwandelte sich wenig später zur Geburtstagsparty der Kleinen in einen bunten Festplatz mit Eiswagen, Bratwurststand, Hüpfburg, Disco, Tombola sowie einer Eröffnungsparade, die die Gäste des Stehempfangs von den Worten Belkners überzeugte.

Von Kai-Uwe Brandt

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