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Wurzen Seltene Pflanzen im Park Canitz: Familienfest lädt zum Schlendern ein
Region Wurzen Seltene Pflanzen im Park Canitz: Familienfest lädt zum Schlendern ein
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00:21 12.07.2018
Imker Gottfried Stecher zeigt Ursula Stephan das Innere eines Bienenvolkes. Quelle: René Beuckert
Thallwitz/Canitz

Zum Sommer- und Familienfest hatte am Sonnabend der Park Canitz eingeladen. Viele Besucher nutzten die Möglichkeit, die einzigartige Fauna und Flora zu betrachten und von Imker Gottfried Stecher einen Einblick in das Leben der Bienen zu bekommen.

Tag der Imker

Gerd Winkler vom Förderverein Landschaftspflegeverband Mittleres Muldegebiet sagt: „Wir führen auf dem Gelände einmal im Jahr den Tag der Imker durch. Zu diesem Erfahrungsaustausch kommen etliche Fachbesucher, aber auch interessierte Bürger, denen die Umwelt am Herzen liegt.“ In zweiter Linie feiern sie mit dem deutschen Verband Gas und Wasser gemeinsam das Hof- und Familienfest. „Wir als Verein wollen den Park Canitz mit seiner einzigartigen Natur den Besuchern nahebringen. Es geht auch darum, einen Einblick in den Trinkwasserschutz zu vermitteln, der durch die Wasserwerke gegeben ist, denn im nahen Umfeld dürfen die Ackerflächen auf herkömmliche Weise nicht gedüngt werden“, informiert Winkler.

Viel Wissenswertes über Natur

Beim geführten Rundgang durch das Areal erfuhren die Besucher viel Wissenswertes über die Natur mit den heimischen Pflanzen und Tieren, aber auch über die Geschichte der einstigen Slawendörfer. Einer der Rundgangsteilnehmer war Matthias Klug. „Ich bin nicht das erste Mal hier und finde es immer wieder spannend, etwas Neues zu erfahren. Besonders der Rundgang, in dem die Natur und die geschichtliche Entwicklung der Region gezeigt wird, finde ich interessant.“ Der Leipziger Thomas Wal nutzte ebenso die Gelegenheit, den Park zu besuchen. „Bei meinem Rundgang fällt mir vor allem die gepflegte Anlage ins Auge“, stellte er fest.

Verein unterstützt Schulen bei Projekten

Laut dem Vereinsvorsitzenden Gerd Winkler werden die Türen auch für Schulen aus ganz Sachsen und darüber hinaus offen gehalten. „Unser Verein unterstützt die Schulen bei naturnahen Projekten. Bevor die Kinder und Jugendlichen auf das Gelände kommen, informieren sich die Lehrer vor Ort, um sich einem speziellen Thema zu Flora und Fauna zu widmen. Die Möglichkeiten, die unsere Anlage bietet, sind vielfältig, zumal etwa 1000 Pflanzen und Gehölze das Areal bereichern. Darunter auch für unsere Breiten seltene Pflanzen wie beispielsweise Oleander.“ Weiter erwähnte der Vorsitzende die Feigenpflanze, die seit vielen Jahren wächst und auch in der Natur überwintert. „Einmal hat sie sogar Früchte getragen“, freut sich Winkler.

Bienensterben ist großes Problem

Weitere Einblicke zum Sommer- und Familienfest gab Imker Gottfried Stecher. Die Fragen der Besucher reichten von der Imkerei bis zum sogenannten Bienensterben. „Das Bienensterben wird durch die Medien emotionalisiert und erfährt dadurch einen Bezug, der nur an der Oberfläche bleibt, das Problem jedoch nicht tiefgründiger erfasse. Damit bleibe die Motivation aus, den Sachen auf den Grund zu gehen sowie nach einer Lösung zu suchen auf der Stecke“, hob Gottfried Stecher die Bedeutung des Themas hervor. Die Imkerei müsste als Teil der Landwirtschaft betrachtet werden, ergänzte er. „Früher streuten die Bauern zum Getreide noch Klee ein. Nach der Getreideernte blieb das Feld nicht leer, sondern der Klee stand den Bienen zur Verfügung“, erklärte der Experte.

Besucherin Ursula Stephan zeigte sich interessiert an der Bienenzucht. „Mein Vater war auch Imker und ich möchte mich hier informieren, um Wissenswertes über die Imkerei zu erfahren.“

Von René Beuckert

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