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Wurzen Signal steht auf Grün für künftiges Besucherzentrum in Wurzen
Region Wurzen Signal steht auf Grün für künftiges Besucherzentrum in Wurzen
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00:32 20.05.2018
Der Bahnhof Wurzen soll umgestaltet werden. Quelle: privat
Wurzen

Per klarem Votum haben die Mitglieder des Kulturausschusses im Stadtrat zu ihrer jüngsten Sitzung den Startschuss für den Aufbau eines touristischen Besucherzentrums im Wurzener Bahnhof gegeben. Zugleich beauftragten sie Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD), mit dem Besitzer der Immobilie, Utz Leischnig, über einen geeigneten Eigentumswechsel zu verhandeln.

Wie berichtet, erarbeitete das Leipziger Büro LE Regio gemeinsam mit der Bennewitzer Ideenmeisterin und ehemaligen Stadtmarketingkoordinatorin von Wurzen, Katrin Hussock, eine Machbarkeitsstudie. Dabei favorisierten sie den Bahnhof als künftigen Anlaufpunkt für das Wurzener Land, den Geopark Porphyrland sowie das Sächsische Burgenland.

Fördergelder für Projekt

Bereits Anfang April signalisierte die Landesdirektion, dass für das Projekt Fördergelder fließen könnten – allerdings nur unter klaren Prämissen. So müsse die öffentliche Hand Eigentümer des Objektes sein, zumindest aber die Stadt Wurzen über die erforderlichen Räume Verfügungskraft besitzen. Zum Beispiel in Form eines Teilungsvertrages oder eines Erbbaupachtvertrages, dessen Dauer sich an der entsprechenden Fördergeld-Zweckbindung bemisst. Erst dann ließen sich die nächsten Schritte für einen Um- und Ausbau einleiten.

Der Thammenhainer Geschäftsmann und Wurzener Marktleiter Leischnig hatte den Bahnhof im April 2013 für 43 500 Euro zur Frühjahrsauktion der Karhausen AG erworben. Damals reiste auch Oberbürgermeister Röglin im Auftrag des Ältestenrates nach Berlin-Tegel, um mitzubieten, falls Leischnig aussteigen sollte – sein Limit: 63 000 Euro.

Finanzierung vielschichtig

Im Übrigen, betonte der Stadthauschef zur aktuellen Tagung, stelle sich die Finanzierung der Investitionssumme für das künftige Besucherzentrum von etwas mehr als einer Million Euro „sehr vielschichtig dar“. Unter anderem über Zuschüsse des Zweckverbandes für den Nahverkehrsraum Leipzig, aus dem Leader-Programm der Europäischen Union sowie aus dem Landesfördertopf zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Bis dahin, so Röglin, gebe es für die Verwaltung noch einige Hausaufgaben. Zu den jeweiligen Ergebnissen werde er den Ausschuss die „nächsten Wochen, besser die nächsten Monate“ informieren. Der eigentliche Umbau ist zwischen 2020 und 2023 geplant.

Abgeordnete sehen Machbarkeitsstudie positiv

Immerhin äußerten sich die Abgeordneten des Gremiums schon nach der Erstvorstellung Anfang April positiv zum Inhalt der Machbarkeitsstudie. Diesmal wollte SPD-Stadträtin Martina Schmerler wissen, ob ein Wertgutachten für den Bahnhof existiere. Röglin verneinte. Vorhanden sei lediglich eine Expertise über den Bauzustand. Gerade deshalb würde er es begrüßen, das Objekt in einem Guss und nicht in Etappen zu sanieren. Stefan Winkelmann, sachkundiger Einwohner im Ausschuss, regte ferner an, das Thema Klettern im Gesamtkonzept zu integrieren.

Bedenken zur Verlegung der Tourist-Information

Zuletzt gab Johannes Dickert, ebenfalls sachkundiger Einwohner, zu bedenken, mit der Eröffnung des Besucherzentrums die heutige Tourist-Information aus der Innenstadt in den Bahnhof zu verlegen. „Ich halte den Standort für problematisch, insbesondere was den Ticketverkauf betrifft.“ Röglin erwiderte, dass dann trotzdem noch genügend touristische Akteure rund um den Marktplatz, wie das Schloss oder Museum, vorhanden seien.

Von Kai-Uwe Brandt

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