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Wurzen Signale in Wurzen fast auf Grün
Region Wurzen Signale in Wurzen fast auf Grün
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16:37 01.12.2009

13 bis 18 Uhr und Sonntag, 6. Dezember,10 bis 17 Uhr, in der Heinrich-Heine-Straße 20.

Man muss nicht unbedingt Modellbau-Fan sein. Die Miniaturwelten vor allem die der Eisenbahn-Landschaftsbauer ziehen auch Laien immer wieder in ihren Bann. Das war in den vergangenen Jahren so und das wird auch am kommenden Wochenende in Wurzen wieder so sein. Wenn die Mitglieder des Wurzener Modellbahnclubs in das ehemalige Gewerkschaftshaus, Heinrich-Heine-Straße 20, einladen. Dort surren dann nonstop Mini-Bahnen durch die Fantasie-Welten der filigranen Tüftler.

Jetzt in diesen Tagen kurz vor Ausstellungsbeginn ist es mit der Ruhe vorbei. Den Geduldsfaden verlieren die Modellbahner indes nicht, denn das wäre ihrem Hobby nicht gerade zuträglich – gilt es doch kleinste Utensilien zu verarbeiten. Also werden geduldig Sonderschichten geschrubbt, damit zum Saisonhöhepunkt alles perfekt läuft.

Normalerweise einmal pro Woche treffen sich die 22 Modellbauer zum Planen, Modellieren, Sägen, Kleben und Schienen verlegen. Einer der Modellbahner ist Peter Durin, der jetzt fast jeden Tag im Gewerkschaftshaus anzutreffen ist. Ein Mann des Groben und des Filigranen gleichermaßen. Aus seiner langjährigen Berufspraxis als Gleisbaumeister kennt er die Welt der Eisenbahn wie seine Westentasche. Mit seinen geschickten Händen fabriziert er nicht nur die individuellen Zug- und Geländelandschaften. Er kann seinen Vereinskollegen auch mit Detailwissen helfen, die nur ein Mann aus der Eisenbahn-Praxis kennt. Denn das Prinzip der Wurzener Modellbauer lautet: originalgetreu und lebensecht zu arbeiten. Diesem Standard folgen freilich auch die anderen Vereinsmitglieder im Alter zwischen 13 Jahren und jenseits der 70er Jahre.

Genauso gemischt wie die Generationen sind auch die Berufsgruppen im Verein. Da bringt der Zahnarzt seine Ideen ebenso ein und verwirklicht sie beim Malen, Modellieren und Löten wie der Klempner oder Ingenieur für Fördertechnik. Von Humor zeugen die Details, die in den Anlagen zu entdecken sind: das Kleinflugzeug im Kirchturm, der pinkelnde Angler oder die von der Koppel entlaufene Kuh. Die Fantasielandschaften werden jedes Jahr ergänzt und erweitert. Dabei wissen die Wurzener Modellbahner: So richtig fertig wird eine Anlage nie. Peter Durin sagt dazu: „Geduld ist der Schlüssel zur Freude.“

Der Öffentlichkeit gezeigt werden die Wunderwerke übrigens nur einmal im Jahr – zur Weihnachtsausstellung. Zur siebenten am Wochenende rollen und surren dutzende Züge wie von Geisterhand, geführt auf hunderten Metern Gleis, über Brücken und Tunnel an winkenden Modell-Menschen vorbei. Dass dahinter das Werk pfiffiger Köpfe steckt, ist auch zu sehen, wenn die Modellbahner einen Blick in die „unsichtbaren“ elektrischen Hirne der Anlagen gestatten. Ein verwirrendes und gleichsam beeindruckendes „Chaos“ an Relais und Drähten bietet sich dann dem Betrachter. Am Wochenende sind sieben Anlagen der Spurbreiten N, TT, H0 und G (Gartenbahn) zu sehen. Darüberhinaus kann sich der Besucher Anregungen zum Selbstbau von Schaltrelais im Analogbetrieb holen. Eine Spielbahn für Kinder wartet ebenso auf die Gäste wie eine kleine „Mitropa“ an der die Frauen der Modellbahner Kulinarisches anbieten.

Drago Bock

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