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Wurzen Skatepark Wurzen – Jugend bringt Projekt an der Schwimmhalle ins Rollen
Region Wurzen Skatepark Wurzen – Jugend bringt Projekt an der Schwimmhalle ins Rollen
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13:36 07.12.2016
Aufmerksame Zuhörer: Im Blauen Saal des Kulturhauses Schweizergarten erläutert Christian Andrae von der Firma Rollbetrieb das Vorhaben in der Lüptitzer Straße.
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Wurzen

Der Ort steht bereits fest – hinter der Schwimmhalle in der Lüptitzer Straße. Und damit die Größe der Fläche – 800 bis 950 Quadratmeter. Sogar das Material der Aufbauten ist klar – Holz statt Beton. Lediglich über die Art der Elemente, die vielleicht schon im Sommer 2017 von Freizeitsportlern genutzt werden können, müssen sich Nutzer und die Projektunterstützer noch verständigen.

Eine erste öffentliche Vorstellungsrunde für das aktuelle Vorhaben „Skatepark Wurzen“ gab es Anfang der Woche im Blauen Saal des Kulturhauses Schweizergarten. Neun Jugendliche und Thomas Graul, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Wurzen, folgten der Einladung der Firma Rollbetrieb aus Markranstädt. Zu den Gästen gehörten ferner: Andrea Scherf von Nixlos.de, dem Internetportal in Trägerschaft des Netzwerkes für demokratische Kultur Wurzen, welches den Austausch von Akteuren der Jugendarbeit mit den Jugendlichen in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen fördert, Kristin Koch, Koordinatorin im Kreisjugendamt Grimma, sowie Pressesprecherin Cornelia Hanspach und Konstanze Mucke, Sachgebiet Hochbau, aus dem Stadthaus.

Wie Hanspach informierte, brachten die jungen Boarder und BMXer selber den Stein ins Rollen, sprachen im Frühsommer bei der Verwaltung vor. „Den Wunsch, ein offenes Jugendangebot in Wurzen zu installieren, haben wir gern aufgegriffen und nach Partnern gesucht.“ Zunächst rückte als mögliches Gelände für einen Skatepark der Clara-Zetkin-Platz zwischen Busbahnhof und Pestalozzi-Oberschule in den Blickpunkt der Planer. Jedoch, merkte Hanspach an, liege die Freifläche inmitten eines Wohngebietes und daher wurde die Idee verworfen. Mit der Lüptitzer Straße hingegen biete sich auf Grund des Sportplatzes, der Schwimmhalle, der Brücke-Schule sowie des Lichtwergymnasiums und der nahen Polizei eine ideale Infrastruktur.

Was während der Monate bis zu den nächsten Sommerferien – „das ist unser ambitioniertes Ziel“ – entstehen soll, erläuterte der Chef von Rollbetrieb, Christian Andrae, seinen Zuhörern. Nämlich eine „offene Anlage für Anfänger und Fortgeschrittene, ein moderner, veränderbarer und für Wettbewerbe tauglicher Skatepark, der attraktiv für Skateboarder, BMXer, Scooter, Rollblader & Co ist“. In den Prozess will das Team von Rollbetrieb überdies die späteren Nutzer einbinden, so dass sie schrittweise Verantwortung übernehmen. Ansatz sei weiterhin, betonte der 38-Jährige, die „regionalen Begebenheiten und Strömungen zu integrieren, finanzielle Aussichten und örtliche Möglichkeiten auszunutzen“. Immerhin kostet die Errichtung des Skateparks circa 60 000 Euro. Im Kulturausschuss des Stadtrates kündigte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) unlängst an, dass eben jene Summe während der anstehenden Haushaltsdiskussionen zur Debatte stehe.

Das Echo der Besucher nach knapp einer Stunde war durchweg positiv. „Ich hoffe, die Stadt sieht, dass ihr Bock darauf habt“, resümierte Andrae. Aus seiner Sicht sei der Skatepark eine „Chance für die Stadt, euch mitzunehmen oder ihr die Stadt“. Im Anschluss verständigten sich der aktive Skateboarder mit den 15- bis 20-Jährigen aus Wurzen zu den konkreten Wünschen für Rampen, Fun-Boxen oder Pools und vor allem darüber, wie sich die jungen Leute beteiligen möchten.

Übrigens hat das Thema Skaten in der Muldestadt eine lange Vorgeschichte mit keineswegs erfreulichem Ausgang. So ließ das Sportamt im Oktober 1996 für 25 000 Mark eine sogenannte Half-Pipe an der Schwimmhalle von der Wurzener Firma SIHAG (Sächsische Industriegüter GmbH) errichten und mottete diese gleich mehrfach und über Jahre ein – aufgrund von Vandalismus und Beschwerden.

Von Kai-Uwe Brandt

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