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Wurzen Sonne verbessert Bilanz - Waldbad Naunhof beklagt schlechte Saison
Region Wurzen Sonne verbessert Bilanz - Waldbad Naunhof beklagt schlechte Saison
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17:17 15.08.2012
Badespaß im Waldbad Naunhof - erst jetzt kommt die Saison in Fahrt. Quelle: Klaus Peschel
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Naunhof

Vielleicht lässt sich die Saison nach einem sehr schlechten Start doch noch einigermaßen retten. Für heute sagen die Meteorologen zwar Gewitter voraus. Doch dann soll der Sommer mit Temperaturen von über 30 Grad noch einmal richtig in die Gänge kommen. „Wir hoffen, dass es diesmal länger heiß bleibt, dann könnten wir am Ende bessere Zahlen haben als im vergangenen Jahr", sagt Kristine Eggers. 2011, das war der Tiefpunkt schlechthin in den Freibädern der Region. In der Regel hieß es: Zieht euch warm an! „Wir hatten gehofft, dass es dieses Jahr besser wird", erklärte Eggers, die gestern Zwischenbilanz zog. Aber schon, als das Bad am 12. Mai öffnete, sah es trübe aus. Erst nach einer Woche wurde es etwas wärmer. Der Juni begann dann wieder schlecht. In der Folge gab es zwar hin und wieder wenige Tage mit sommerlichen Temperaturen. An ihnen zogen aber zumeist Unwetter auf. So durchwachsen blieb es auch im Folgemonat. „Drei Tage hintereinander begann es im Juli punkt 14.30 Uhr zu gewittern", erinnert sich Kristine Eggers. „Dann müssen alle das Wasser verlassen. Und viele kommen gar nicht erst, wenn es schon grummelt." Etliche Freibäder in Sachsen schlossen bei Regen und Kälte. Nicht so das Naunhofer. „Viele kaufen unsere Saison-Tickets und kommen bei jedem Wetter", schilderte Kristine Eggers. Ältere Stammkunden wollen hingegen eine gewisse Mindestwärme. Dazu zählt die 75-jährige Helga Gärtner aus Naunhof. „20 Grad Wassertemperatur müssen es schon sein", sagt sie. „Dann schwimme ich täglich bis zu 1000 Meter." Und Christa Schubert (76) aus Naunhof fügt an: „Wir sind ein Kreis von acht Leuten im Alter zwischen 60 und 80 Jahren. Besonders freut uns, dass der Preis für die Dauerkarten in den vergangenen Jahren konstant geblieben ist." Die Senioren ziehen gern morgens ihre Bahnen, wenn noch nicht so viel Trubel herrscht. Gestern Nachmittag strömten hingegen wieder Massen ins Waldbad. Bis zum Abend wurden rund 18 500 Besucher seit Saisonstart gezählt. „Damit liegen wir momentan gleichauf mit den Zahlen im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres", erklärt Kristine Eggers. Die Chancen stehen also nicht schlecht, die 2011er Werte zu übertreffen. Und wenn es nachts nicht mehr so kalt wird, steigt vielleicht sogar die Wassertemperatur ein wenig an. Zurzeit liegt sie bei genau 20 Grad, also der Grenze, an der Helga Gärtner und Christa Schubert ins Becken steigen.

Frank Pfeifer

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