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Wurzen Sonnige Aussichten: Drei Bewerber für Wurzener Land-Werke
Region Wurzen Sonnige Aussichten: Drei Bewerber für Wurzener Land-Werke
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11:25 30.03.2016
Regenerative Energie: Mittels Stippvisiten bei existierenden Stadtwerken soll die Entscheidungsfindung für das Wurzener Land erleichtern werden.   Quelle: Foto: Archiv
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Wurzen

 Während in Berlin und Brüssel noch über den Weg ins regenerative Zeitalter gestritten wird, ist man im Wurzener Land schon einen Schritt weiter. Hier steht in diesem Jahr die Entscheidung zur Gründung der Wurzener Land-Werke an. „Auch wenn wir zwischenzeitlich eine Pause in der öffentlichen Wahrnehmung hatten, ist hinter den Kulissen ganz viel passiert“, erläutert Bürgermeister Thomas Pöge gegenüber LVZ. Der Thallwitzer bildet mit seinen Amtskollegen aus Wurzen (Jörg Röglin), Lossatal (Uwe Weigelt) und Bennewitz (Bernd Laqua) sowie jeweils zwei Vertretern aus den jeweiligen Kommunalparlamenten den im Vorjahr gewählten Beirat. Dieser soll eruieren, auf welchem Wege es den vier Kommunen gelingen kann, selbst Gestalter und Nutznießer der Energiewende zu werden.

Wertschöpfung heißt das Schlagwort, das von den Akteuren immer wieder bemüht wird. „Es geht darum, einen Kreislauf vor Ort zu etablieren“, unterstreicht der Bennewitzer Bernd Laqua. „Landauf, landab werden ländliche Stadtwerke zu Impulsgebern der Energiewende“, gibt auch Pöge zu bedenken. „Großes Thema ist dabei die Dezentralisierung. Denn der Aus- und Aufbau einer regenerativen Energieversorgung passiert nicht irgendwo, sondern vor Ort, in den einzelnen Kommunen.“ Die Städte und Gemeinden hätten es in der Hand, bei dieser Entwicklung nicht nur Zuschauer, sondern selbst Akteur zu sein. Zuerst gehe es darum, das Energiemanagement an öffentlichen Gebäuden und Anlagen zu optimieren. Auch eine gemeinsame Errichtung oder Betreibung von Energieerzeugungsanalgen sei denkbar. „Vor allem aber zählt, dass die Einwohner des Wurzener Landes von der Wertschöpfung profitieren und stabile Energiepreise gewährleistet werden.“ Als potenzielle Partner stellten sich jetzt drei Interessenten vor: der mitteldeutsche Energiedienstleister Envia, die Stadtwerke Leipzig sowie der französische Großkonzern Veolia. An einem Tag wurden die Unternehmensvertreter an drei nacheinander folgenden Terminen um ihre Präsentation gebeten. Alle hatten die gleiche Vorstellungsdauer. Während sich die Envia den Beiratsmitgliedern in Bennewitz vorstellte, legten die Leipziger Stadtwerke in Hohburg ihre Karten auf den Tisch. Veolia versuchte in Thallwitz zu überzeugen. Wie ernst die Unternehmen die Sache nehmen, zeige sich schon anhand der aufgebotenen Personalien. „Da war alles andere als die fünfte Garnitur da“, bringt es Pöge auf den Punkt. Envia repräsentierte deren Vorstandsvorsitzender Tim Hartmann. Die Stadtwerke Leipzig waren mit Geschäftsführer Johannes Kleinsorg vertreten. Veolia ging mit dem Franzosen Michel Cunnac ins Rennen, der bei Veolia Wasser die Geschäfte in ganz Deutschland sowie in Österreich, der Schweiz und Slowenien verantwortet.

„In den Präsentationen steckte jede Menge Arbeit,“, fügt Bernd Laqua hinzu. Alle drei Bewerber hätten sich intensiv mit verschiedenen Fragestellungen auseinandergesetzt. Alle seien zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Gründung der Wurzener Land-Werke für die Kommunen lohnen würde. Die umfangreichen Materialien werden allen Räten zur Verfügung gestellt.

Aufgabe der Bürgermeister und der weiteren Beiratsmitglieder sei es nun, als Multiplikatoren zu wirken. Fragen, die bisher offen blieben, sollen bei weiteren Gesprächen Mitte April geklärt werden. Der Zeitplan gilt als ehrgeizig: Bis Jahresmitte soll die Entscheidung fallen, ob und mit wem die Wurzener Land-Werke aus der Taufe gehoben werden.

Von Simone Prenzel

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