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Sparfuchs beim Strom: Wurzen minimiert Betriebskosten um 132 550 Euro

European Energy Award Sparfuchs beim Strom: Wurzen minimiert Betriebskosten um 132 550 Euro

Seit der Teilnahme Wurzens am Zertifizierungsverfahren European Energy Award ist viel passiert. So konnte die Stadtverwaltung allein bei den Betriebskosten kommunaler Immobilien 132 500 Euro einsparen. Zu den nächsten Projekten gehört die Digitalisierung der Aufgaben des Bauhofes.

Erneuerbare Energie: Dank des Solarparkes in der Eilenburger Straße spart Wurzen knapp zwölf Prozent Strom ein. 10 332 Module auf dem fünf Hektar großen Gelände erzeugen eine Spitzenleistung von 2,5 Megawatt.

Quelle: Archiv

Wurzen. Die Ziele sind glasklar formuliert: Mit der Teilnahme am Zertifizierungsverfahren European Energy Award (EEA) im Jahre 2009 verpflichtete sich die Stadt Wurzen, den Treibhausausstoß um ein Prozent pro Jahr zu reduzieren, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung auf acht Prozent zu erhöhen sowie den Primärenergiebedarf um zehn Prozent zu senken.

Energiesparteam erfasst kommunale Gebäude

So bildete die Verwaltung kurz darauf ein sogenanntes Energiesparteam, erfasste 2010 sämtliche Gebäude inklusive Verbrauchsdaten und ließ 2014 ein Energie- und Klimaschutzkonzept erstellen.

Was sich nach der EEA-Rezertifizierung 2015 getan hat, veranschaulichten jetzt die Fachbereichsleiter Carl-Heinz Kraft und Frank Rehmann, Leiter der Liegenschaften, anhand eines Rück- und Ausblickes den Stadträten. Demnach sparte die Kommunalbehörde bei den Betriebskosten 132 500 Euro ein. Laut Rehmann gehören zu seinem Sachgebiet 157 Gebäude und eine Fläche von 555 Hektar.

Sämtliche Immobilien wurden zudem in einer Datenbank erfasst. Darunter gehören neuerdings auch die Schwimmhalle in der Lüptitzer Straße und die Freibäder in Wurzen und Burkartshain. Nächste Projekte, mit denen sich das Energiesparteam beschäftigt, sagte Kraft, seien die mobile Datenerfassung im Außendienst, die Digitalisierung der Aufgaben des Bauhofes, die Zählerautomatisierung sowie ein digitales Programm für Sporthallen oder die Raumvermietung. All diese Eckpunkte sollen letztlich dazu beitragen, weiterhin Kosten für die Verwaltung zu minimieren.

Zu den Vorhaben, die die Stadt Wurzen bereits realisiert hat, gehört unter anderem die Photovoltaikanlage in der Eilenburger Straße. Auf dem 5,4 Hektar großen Gelände befinden sich 10 332 Module. Bei Spitzenleistung erzeugen sie 2,5 Megawatt, was in etwa der Versorgung von 800 Zwei-Personen-Haushalten entspricht. 3,3 Millionen Euro investierte damals die Wärmeversorgung Wurzen, zehn Prozent davon aus Eigenmitteln, den Rest über Fördergelder der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Allein durch den Solarpark spart Wurzen übrigens knapp zwölf Prozent Strom ein. Ferner nutzt die Verwaltung seit Juni 2012 Elektrofahrzeuge samt einer Ladestation in der Friedrich-Ebert-Straße 2. Aber auch Unternehmen wie die World Resources Company GmbH (WRC) zogen beim EEA mit. Auf dem Dach der Produktionsanlage ließ die Firma 2200 Solarmodule installieren, die etwa 156 829 Kilowattstunden Strom pro Jahr liefern. Damit deckt WRC gut fünf Prozent des jährlichen Strombedarfs ab.

Programm bindet Öffentlichkeit ein

Jedoch empfiehlt das mittlerweile zweieinhalb Jahre alte Energie- und Klimaschutzprogramm ebenso, ganz gezielt die Öffentlichkeit ins Thema einzubinden. „Dazu zählen nicht nur reine Informationsveranstaltungen, sondern Stammtische, regelmäßige Beratungsangebote, Messen und Ausstellungen oder Vereinsfeste“, heißt es im Strategiepapier. Jedenfalls war die aktuelle Bilanz von Kraft und Rehmann die erste nach vielen Monaten und lediglich für die Stadträte gedacht.

Von Kai-Uwe Brandt

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