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Wurzen Spatzen brauchen neuen Bau
Region Wurzen Spatzen brauchen neuen Bau
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14:48 30.11.2012
Die Tür ist weit aufgestoßen: In der Kita Spatzennest von Großbothen werden derzeit 74 Kinder betreut. Quelle: Klaus Peschel
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Grimma

Seit Monaten kämpft die Muldestadt um Fördermittel, um eine Alternative für die Kinder schaffen zu können. Die Spatzen von Großbothen toben und lärmen durch ihr Nest wie gleichaltrige Kinder in anderen Einrichtungen auch. Aber so unbeschwert wie ihre Schützlinge erleben die Kindergärtnerinnen um Chefin Sabine Jähn den Alltag nicht. Der schlechte baulichen Zustand verlangt ihnen alles ab, um den Kindern eine maximale Betreuung zu bieten. Die alte Villa und der Anbau haben ausgedient. „Wir müssen die Gruppen splitten", sagte Jähn. So sei beispielsweise eine räumliche Trennung zwischen den Kleinsten und den Größeren notwendig, aber nicht umzusetzen. Sanitärbereich und Küche haben die besten Jahre hinter sich. Wie Jana Kutscher, Leiterin der Fachgruppe Soziales und Jugend in der Stadtverwaltung, sagte, laufe die befristete Betriebserlaubnis für die Einrichtung Ende 2013 aus. „Aber der Bedarf in Großbothen ist da", stellt sie fest. Den Anfragen für einen Platz im Spatzennest zufolge ist die Einrichtung bereits bis Ende 2013 ausgebucht. Seit der Eingemeindung nach Grimma macht sich die Stadt für einen Ersatzbau in Großbothen stark. Die Planungen für einen Flachbau im Passivhausstandard auf dem heutigen Gelände liegt in der Schublade. „Ohne finanzielle Förderung ist das aber nicht zu stemmen", sagt Berger. Deshalb unternimmt die Stadt erneut einen Vorstoß, um bei der Vergabe von Geldern aus dem Bundes-, Landes- und Haushalt des Landkreises berücksichtigt zu werden. Wie das Jugendamt des Landkreises Leipzig mitteilte, sollen in den kommenden zwei Jahren rund vier Millionen Euro in der Region investiert werden, um den Investitionsstau bei Kindereinrichtungen aufzulösen. Dazu trägt der Freistaat 2013 und 2014 jeweils 948 000 Euro und der Bund für die zwei Jahre insgesamt 1,7 Millionen Euro bei. Der Landkreis beteiligt sich mit etwa 360 000 Euro an der Co-Finanzierung. Wie die Experten einschätzen, ist der Handlungsbedarf bei Kindereinrichtungen im Landkreis allerdings um ein Vielfaches höher. Der Run auf das Geld hat bereits begonnen. Den Angaben des Jugendamtes zufolge liegen derzeit 48 Anträge vor, über die der Sächsische Städte- und Gemeindetag kommenden Donnerstag abstimmt. Der Jugendhilfeausschuss wird dann am 12. Dezember eine Prioritätenliste aufstellen.

Birgit Schöppentau

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