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Wurzen Sprachwitz in Wurzen: Die Sachsen haben es schwer mit ihrem Dialekt
Region Wurzen Sprachwitz in Wurzen: Die Sachsen haben es schwer mit ihrem Dialekt
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14:49 26.02.2017
Lene-Voigt-Experte Klaus Petermann wusste die zahlreich erschienenen Gäste im Wurzener Ringelnatzhaus zu begeistern. Quelle: Foto:
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Wurzen

„In meinem Programm möchte ich Lene Voigt auch mal aus der Ecke der Mundartdichter herausholen“, betonte Klaus Petermann am Freitag im Wurzener Ringelnatzhaus. Denn die Dichterin habe neben ihren weithin bekannten Gedichten und Parodien auch vieles Lesenswerte auf Hochdeutsch geschrieben. Deswegen waren in seinem Programm auch Stücke ganz ohne Dialekt zu hören. Doch, Hand aufs Herz, natürlich wird Lene Voigt mit gutem Grund immer als überaus originelle Vertreterin der hiesigen Mundart in Erinnerung bleiben.

Klaus Petermann, Chef der Lene-Voigt-Gesellschaft, lud deshalb zu einer vergnüglichen Reise ein, die sich dann doch zum größten Teil mit den Eigenheiten der sächsischen Sprache beschäftigte. Denn dieser Dialekt müsse gepflegt werden, darin war sich Petermann mit den zahlreich erschienenen Besuchern schnell

Mitmachen war in Petermanns Programm durchaus erwünscht, schließlich sollte es eine unterhaltsame Schulstunde sein. Für den Lene-Voigt-Experten ein Heimspiel, schließlich ist er studierter Deutschlehrer. Was für einen echten Sachsen kein einfaches Fach sei. „Wir hatten sogar Sprecherziehung, das war eine elende Quälerei. Ich weiß gar nicht mehr, ob eher für uns oder für unsere Lehrer.“

Die Beschäftigung mit dem sächsischen Dialekt liegt bei Petermann in der Familie. „Mein Vater trug auf Familienfeiern oft etwas Sächsisches vor“, erinnerte er sich – und setzte gleich zum nächsten

Lene Voigt, die 1962 in Leipzig starb, ist mit etlichen Werken hochaktuell. „Man könnte denken, sie lebt noch und hat so manches Gedicht gerade erst geschrieben.“ Ein Beispiel: „Gebuddelt wird an allen Enden, als wollten sie die Straße wenden.“

Von Bert Endruszeit

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