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Wurzen Spreewaldgurke schlägt Wikührner
Region Wurzen Spreewaldgurke schlägt Wikührner
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05:00 06.06.2011
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. Jung und Alt sowie Groß und Klein bevölkerten das Naturbad und feierten gemeinsam zwei Tage lang feuchtfröhlich. Die Hauptattraktion fand am Sonnabend statt und hatte etwas mit der Aufarbeitung von Dorfgeschichte zu tun – ein Elefantenrennen auf dem Wasser.

„Die einen nennen es Badewannenrennen – was uns aber zu banal wäre", sagte Christiane Schlegel, die amtierende Vereinsvorsitzende. „Wir nennen es in Anlehnung an den Elefantenmord originellerweise Elefanten-Wannenrennen." Moment mal, Elefantenmord? Mit der Geduld und Gelassenheit eines solchen Dickhäuters verwies nun die Schatzmeisterin des Vereins, Birgit Haupt, auf das Jahr 1888. Damals habe man, so sei es überliefert und überall nachzulesen, einen Heißluftballon in Gestalt eines Elefanten abgeschossen. Fortan ist Kühren auch als das „Elefantendorf" in aller Munde. Aber was bitteschön hat das alles mit dem Badewannen zu tun? Jedes Team – in diesem Jahr gingen sieben an den Start – ist nur dann zum Wettkampf zugelassen, wenn es an, auf oder in seinem schwimmenden Unikum so ein Rüsseltier nachweisen kann. Egal ob groß oder klein, ob Gummi- oder Plüschtier, ob gemalt oder selbst gebastelt – alles was den Namen Elefant verdient, wird akzeptiert.

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Während Jörg Scharfenberg über ein Mikrofon die begeisterten Zuschauer am Wasserrand aufputschte und auf das Rennen einstimmte, bereiteten sich die Aktiven in ihren teils skurrilen Schwimmhilfen auf die Vor- und Wertungsläufe vor. Völlig chancenlos, das war sofort zu erkennen, war Tobias Lange in seinem „Blu-Boot". Das war eine umgestülpte Zinkwanne, die als U-Boot vom Start weg buchstäblich abtauchte. „Dabeisein ist alles", ließ der U-Bootkapitän dennoch froh gelaunt im Ziel verlauten. Das musste auch die „Blue Man Group" – Stefan Lange und Stephan Möbius sowie Toni Klotzsch und Hendrik Franke – für sich eingestehen. Alle vier schipperten in einem Boot aus vier irgendwie miteinander verbundenen Fässern über das Wasser, allerdings ohne wirklich große Wellen zu schlagen. Erfolgreicher gingen Ingo Noack und Tobias Scheeler als „Wikührner" im Boot namens „Elf54" ins Ziel. Diese Zahlenkombination sei auf das Gründungsjahr des Ortes zurückzuführen, klärte die Besatzung auf.

Auf obererste Treppchen paddelte mit Daniel Schneider ein Auswärtiger in seiner „Spreewaldgurke". Eine Badewanne, die aber wie ein Kajak ummantelt und somit unschlagbar war. Richtig schwer zu kämpfen hatte eine Crew aus vier Studenten: Claudia Dietrich und Miriam Pflug aus Ostdeutschland sowie Malte Preuß und Michael Naber aus Westdeutschland. Obwohl alle in einem Boot saßen, waren sie noch weit entfernt von der Einheit – zumindest im Paddeln. Als Einzelkämpfer ließ sich Michael Reimann mit seinem Schaufelrad-Tretboot nicht entmutigen. Er hatte zwar nur mäßige Chancen, lieferte aber wie alle Teilnehmer einen lustigen Auftritt ab.

Frank Schmidt

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