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Wurzen Spurensuche in Gävle – Wurzener sind vom Schüleraustauch zurück
Region Wurzen Spurensuche in Gävle – Wurzener sind vom Schüleraustauch zurück
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15:47 12.10.2015
Wachablösung in Stockholm: Der Besuch der schwedischen Hauptstadt gehörte zum Programm der Wurzener Gymnasiasten. Quelle: Privat
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Wurzen

Die Schüler kannten ihre Gastgeber bereits durch vielerlei individuelle Kontakte. Bei den Lehrern indes war die Freude des Wiedersehens besonders groß, da sich alle seit vielen Jahren kennen. So weilte Olle Käll bereits Anfang September in der Muldestadt zum Tag der Sachsen und überreichte dem Schulleiter des Gymnasiums, Norbert Gamnitzer, eine Plakette zum 18-jährigen Bestehen der Schulpartnerschaften.

Obwohl es mit der Elsa-Brändström-Denkmalseinweihung in Wurzen noch nicht geklappt hat, erfüllte die Wurzener Delegation eine Mission und brachte diese bedeutende Schwedin den Schülern und Deutschlehrern in Schweden wieder etwas näher. "Denn auch dort ist sie fast vergessen", sagt Violetta Wollny.

Übrigens hatten die Schüler dieses Jahr keine leichte Aufgabe bei der Projektarbeit zu bewältigen, denn das Thema "Flüchtlinge" machte auch vor ihnen nicht Halt. In Gävle wurden sie unmittelbar mit dem Thema konfrontiert, und "es war erstaunlich, wie es den Schülern gelang, sich hiermit auseinanderzusetzen". Gävle ist nämlich Transitstelle und erster Anlaufpunkt für Menschen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea.

Dennoch sei es laut Wollny ebenfalls ein Anliegen des Austausches gewesen, andere Aspekte des Lebens in Schweden kennen zu lernen. Folglich gab es Exkursionen in die Studentenstadt Uppsala oder ins Kupferbergwerk Falun. Auf den Spuren der Wikinger wandelten die Lichtwerianer in Alt-Uppsala und im Wikingerdorf. Dort lernten sie viel über das Leben und die Sagen jener Zeit. Höhepunkte sportlicher Art waren das gemeinsame Bowling und der Besuch des Eishockeyspiels der Gävle-Mannschaft "Brynäs", die in der ersten Liga des Landes spielt und an diesem Tag 3:1 gewann. In Schweden werde Sport groß geschrieben. Das merkten die deutschen Schüler unter anderem bei ihren Gastgebern, die fast alle trainierten.

Zur Herausforderung, erzählt Wollny, wurde das so genannte Teambuilding in der Natur, welches Vertrauen und miteinander Handeln von den Teilnehmern abverlangte. Gemeinsame Unterrichtsstunden oder Vergleiche, was ist anders oder besser in Schweden, und ebenso das Leben in der Familie beeindruckten die Gymnasiasten sehr. Vom schwedischen Käse, den Köttbullars, und vor allem den Kanelbullars (Zimtschnecken) konnten sie manchmal nicht genug bekommen. Land und Leute sowie die Natur und der Besuch der Hauptstadt Stockholm am letzten Tag des Aufenthaltes rundeten diesen Austausch ab. Wollnys Fazit nach der Stippvisite: "Es wird wohl nicht die letzte Begegnung gewesen sein. Wir schmiedeten schon Pläne für Treffen in Deutschland oder Schweden. Auf alle Fälle freuen wir uns auf den Gegenbesuch vom 20. bis 30. September 2016 – diesmal in Wurzen. Bis dahin Hej da."

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