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Staatsminister Martin Dulig stattet der Firma Polycasa Nischwitz GmbH Besuch ab

Werksbesichtigung und Diskussion Staatsminister Martin Dulig stattet der Firma Polycasa Nischwitz GmbH Besuch ab

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) schaute sich bei der Kunststoff-Firma Polycasa Nischwitz um. Es ging um die Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig beim Besuch der Firma Polycasa Nischwitz GmbH (3.v.l.)

Quelle: Roger Dietze

Thallwitz/Nischwitz. Er hätte sich auch gut als Abschluss und Höhepunkt der vierten von der Standortinitiative Wurzen in der vergangenen Woche durchgeführten Tage der Industriekultur gemacht – der Besuch des sächsischen Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsministers bei der Firma Polycasa Nischwitz GmbH am Montagabend. Allein Martin Duligs Stippvisite im Nischwitzer Gewerbegebiet lag ein terminlicher Zufall zugrunde. „Unsere Einladung liegt schon etwas länger zurück“, informierte Standortinitiative-Mitglied und -Mitbegründer Ulrich Heß.

Ein Höhepunkt war das Erscheinen des SPD-Politikers gleichwohl allein schon deshalb, weil Ministerbesuche per se Höhepunkte sind. Entsprechend groß war die Zahl der mehrheitlich männlichen Akteure, die sich an Duligs Fersen hefteten und ihm in den Thallwitzer Ortsteil gefolgt waren. Denn den Bürgermeistern aus der Region und Vertretern der Arbeitsagentur sowie regionaler Wirtschaftsverbände stand Dulig im Rahmenprogramm der Werksbesichtigung nicht nur für Gespräche zur Verfügung, sondern er bezog darüber hinaus im Rahmen eines Gastvortrages Stellung zu der Frage: „Welche Rahmenbedingungen stellt der Freistaat Sachsen mittelständischen Unternehmen für ein erfolgreiches Wirtschaften zur Verfügung?“.

Vor dem Hintergrund des großen Interesses erhielt auch die mit einem Augenzwinkern vorgebrachte Bemerkung von Ulrich Heß, wonach die Wahl für den Ministerbesuch auf die Nischwitzer Firma gefallen sei, weil diese über einen sehr großen Versammlungsraum verfüge, eine gewisse Substanz. „Bei Polycasa handelt es sich darüber hinaus um ein sehr interessantes Unternehmen“, fügte Heß ergänzend hinzu.

Eine Einschätzung, die Standortleiter Tobias Mehmann mit Fakten zu unterfüttern wusste. Das Werk, so der Wahl-Nischwitzer mit Stammwohnsitz in Osnabrück, habe sich auf die Verarbeitung von Polycarbonat (PC) und Polyethylenterephthalat (PET) spezialisiert, wobei der Ausgangsstoff ein Granulat sei. „Bei uns wird also entgegen der verbreiteten Annahme nichts mit Chemie gemacht“, so der auf Produktionstechnik spezialisierte studierte Maschinenbauingenieur. Dafür macht die Firma Polycasa, die seit April vergangenen Jahres zu dem weltweit mit über 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern produzierenden Konzern 3A Composites gehört, dessen Mutterunternehmen wiederum die Schweizer Technologies AG ist, Dinge, ohne die sich in vielen Teilen der Wirtschaft und Gesellschaft kein Rad drehen würde. Denn die in Nischwitz produzierten Kunststoffe finden im Maschinenbau ebenso Einsatz wie in der Spielzeugindustrie und in der Motorradhelmproduktion sowie in der Architektur.

Davon, auf welchen Wegen das angelieferte Granulat von den 90 Nischwitzer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittels sogenannter Extruder zu Kunststoffplatten in unterschiedlichen Dicken und Farben verarbeitet wird, verschafften sich der sächsische Wirtschaftsminister und weitere Teilnehmer im Rahmen einer Werksbesichtigung einen Eindruck. Dabei konnten sie sich zudem von der guten Auslastung des Werkes überzeugen. „Wir haben die Auftragslage betreffend keinen Grund zur Klage, weil wir saisonale Schwankungen aufgrund unserer breit aufgestellten Kundschaft sehr gut abfangen können“, sagt Standortleiter Tobias Mehmann. Die Firma hat seinen Worten zufolge in diesem Jahr drei Auszubildende eingestellt. „Damit sind wir an diesem Standort für die Zukunft gut aufgestellt“, so Mehmann, der auch einen Blick zurück warf. Etwa auf das Jahr 1991, in dem der Spatenstich für den Bau des Werkes erfolgte, den noch die Firma Klöckner Pentaplast initiiert hatte. „Ursprünglich sollte die Ansiedlung in Eilenburg erfolgen, da sich die Sache dort aber hinzog, ergriff der damalige Wurzener Bürgermeister Anton Pausch die Initiative und brachte erfolgreich den Nischwitzer Standort ins Gespräch.“

Von Roger Dietze

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