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Wurzen Stadt Wurzen will Ringelnatzhaus sanieren
Region Wurzen Stadt Wurzen will Ringelnatzhaus sanieren
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14:48 22.12.2009
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Wurzen. Es ist beschlossen. Die Ringelnatzstadt Wurzen wird das Geburtshaus ihres bekanntesten Sohnes sanieren. Wann das Objekt im Crostigall 14 in würdigem Glanz erstrahlt, ist noch unklar. Doch angepackt werden soll es in jedem Fall. Der Stadtrat war sich einig und votierte ohne Gegenstimme für eine komplexe Sanierung des Gebäudes.

Bettina Kretzschmar, Chefin des Kulturbetriebes der Stadt, brachte es auf den Punkt: „Wir nennen uns Ringelnatzstadt. Deshalb ist die Sanierung nötig.“ Für sie sei unstrittig, dass das Objekt angepackt werden muss. Klar sei aber auch, dass das Haus nicht im Jahr 2011 bereits frisch rekonstruiert Wurzener und deren Gäste wird begrüßen können. Dazu sei der Investitionsbrocken einfach zu gewaltig. Nach ersten Schätzungen der Stadt kostet eine Rekonstruktion rund 810000 Euro. Davon könnten allerdings bis zu 80 Prozent über Fördermittel finanziert werden, heißt es.

Quer durch die Fraktionen wurde das Projekt begrüßt. Insbesondere Viola Heß (Bürger für Wurzen) und Mitglied im hiesigen Ringelnatzverein zeigte sich angetan und äußerte nach dem einstimmigen Beschluss ihren „Dank an den Stadtrat auch im Namen des Ringelnatzvereins“, der schon 2002 erste konzeptionelle Überlegungen für eine repräsentativere Nutzung des Hauses vorgelegt hatte.

Künftig wird die Stadt ab dem kommenden Jahr beginnend und fortführend Mittel für die Sanierung des Gebäudes in ihre Haushalte einstellen. Über die Höhe dürfte jährlich neu zu diskutieren sein. Letztlich entscheidet der Stadtrat. Wie viel 2010 zur Verfügung steht, diskutiert die Verwaltung im Rahmen der gegenwärtig laufenden Gespräche zwischen Rathausspitze und Fachämtern intern. Die Debatte des Haushaltsentwurfes wird im Stadtrat (wohl im Februar) folgen.

Das Ringelnatz-Geburtshaus ist Teil eines barocken Stadtgutes an der einstigen alten Handelsstraße zwischen Leipzig und Dresden gelegen. Joachim Ringelnatz wurde darin am 7. August 1883 geboren. Ostern 1888 zog er mit seiner Familie nach Leipzig. Anlässlich des 100. Geburtstages des Künstlers 1983 wurde das Haus saniert. Im Erdgeschoss befand sich die Ringelnatz-Ausstellung. Im Obergeschoss residierte der Kulturbund. 1993 übernahm die Stadt das Gebäude vom Landratsamt, 1999 musste die Ausstellung wegen unzulänglicher klimatischer Bedingungen in das neu eröffnete kulturgeschichtliche Museum in der Domgasse umziehen. Gegenwärtig wird das Haus teilweise von Vereinen genutzt.

Ein Grobkonzept über eine Nutzung nach der Sanierung ist von der Stadt dieses Jahr erarbeitet worden. Es favorisiert eine „kulturell-touristische Nutzung“. Details und Entscheidungen laufen über den Stadtrat und dessen Gremien. Sind also noch nicht festgezurrt.

Drago Bock

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