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Wurzen Stadt Wurzen will Wasserturm für 130.000 Euro erwerben
Region Wurzen Stadt Wurzen will Wasserturm für 130.000 Euro erwerben
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00:18 04.06.2017
Um das Gelände am Clara-Zetkin-Platz zum Gewerbegebiet zu entwickeln, muss die Stadt Wurzen erst einmal den Wasserturm inklusive zweier Teilflächen erwerben. Das im Januar 1894 eingeweihte Bauwerk soll in Zukunft die Musikschule Muldental beherbergen. Quelle: Kai-Uwe Brandt
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Wurzen

Mit einem klaren Votum haben die Mitglieder des Finanz- und Verwaltungsausschusses zu ihrer jüngsten Sitzung der Beschlussvorlage zum Kauf des Wasserturmes am Clara-Zetkin-Platz zugestimmt. Wie Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) im Vorfeld erläuterte, soll die Immobilie für 130 000 Euro erworben werden. Bislang gehört das nahe Umfeld samt Bauwerk dem Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen.

Wie berichtet, möchte die Stadt Wurzen das etwa 5000 Quadratmeter große Gesamtgelände als Gewerbegebiet erschließen und plant hierfür eine künftige Nutzung des Turmes sowie des Gebäudes Clara-Zetkin-Platz 11 durch die Musikschule Muldental, welche sich derzeit noch in der Ringelnatz-Grundschule, Querstraße 25, befindet. Den Umbau zur Bildungsstätte bezifferte die Stadtverwaltung bereits mit zweieinhalb Millionen Euro. Darüber hinaus wünscht ein Discounter mit derzeitiger Filiale am Stadtrand, näher ins Zentrum zu ziehen und möchte daher das Karree für einen Neubau nutzen – dem Vernehmen nach Aldi. Über den Zukauf des 1992 still gelegten Turmes inklusive zweier Flurstücke erhofft sich die Kommunalbehörde „eine bessere Vermarktung des Geländes aus einer Hand“. Die Kosten von 130 000 Euro würden durch Mehreinnahmen aus Grundstücksverkäufen im Gewerbegebiet gedeckt, betonte Stadtoberhaupt Röglin.

Ebenfalls auf der Tagesordnung des Gremiums stand die „erste Änderung der Rechtsverordnung zum Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonntagen in Wurzen“. Jenes Papier verabschiedete der Stadtrat in der Ursprungsfassung zwar schon am 8. Februar dieses Jahres, jedoch war darin noch das Stadtfest 2017 enthalten. Die für Mitte August angedachte Veranstaltung legte Wurzen im Zusammenhang mit der Erhöhung der Elternbeiträge ad acta. Auf Vorschlag der Linksfraktion im Stadtrat, welche die Belastung für Eltern minimieren wollte, hatte die Verwaltung nach Einsparmöglichkeiten im Haushalt gesucht und dem Kulturbetrieb 40 000 Euro entzogen. Genau die Summe, welche zur Ausrichtung des Stadtfestes vonnöten gewesen wäre. Aus diesem Grund musste nunmehr der verkaufsoffene Sonntag am 13. August aus der Rechtsverordnung gestrichen werden. Dafür, so Fachbereichsleiter Thomas Boecker, komme jetzt der Termin 1. Oktober 2017 unter dem Stichwort „Wurzener Land-Fest“ hinzu.

Was darunter zu verstehen ist, erläuterte Stadtsprecherin Cornelia Hanspach auf Nachfrage. „Dank des Zuschusses aus den Fördertöpfen der Programme ,Integrative Maßnahmen’ und ,Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz’ für den Sozialraum Wurzener Land planen wir gerade ein Fest zur Stärkung der Demokratie vom 29. September bis zum 1. Oktober in der Innenstadt.“ Daran beteiligt seien die vier Kooperationskommunen Wurzen, Bennewitz, Lossatal und Thallwitz mit entsprechenden Partnern. Die Detailarbeit liege in der Hand eines eigens gegründeten Projektbeirates. „Momentan stecken wir noch in den Anfangsschuhen, weshalb ich nicht allzu viel verraten kann.“ Eines sei aber gewiss, sagte Hanspach: „Das Fest soll sehr bunt werden.“

Von Kai-Uwe Brandt

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