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Stadthaus informiert über Zukunftspläne für Wurzens drei Grundschulen

Bürgerversammlung Stadthaus informiert über Zukunftspläne für Wurzens drei Grundschulen

Soll Wurzen nur noch zwei oder weiterhin drei Grundschulstandorte haben? Um diese Frage geht es vor allem zur Bürgerversammlung. So will die Stadtverwaltung neue Pläne vorstellen, wonach die Ringelnatz-Grundschule ausgebaut und die Grundschule „An der Sternwarte“ abgerissen wird.

Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung können diese beiden Immobilien am Clara-Zetkin-Platz das neue Domizil der Musikschule Muldental werden.

Quelle: Kai-Uwe Brandt

Wurzen. Wenn Dienstag Abend die Stadtverwaltung im Plenarsaal ihre neuen Pläne zur künftigen Grundschullandschaft vorstellt, haben Eltern und Lehrer, aber auch interessierte Bürger die Chance, zu Wort zu kommen. Erst kürzlich offerierte Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) ein Projekt, wonach die Ringelnatz-Grundschule zu einem Bildungszentrum Nord ausgebaut werden soll.

Dafür erfolgt der Abriss der seit Jahren baulich desolaten Grundschule „An der Sternwarte“ in der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße und zugleich der Umzug der Musikschule Muldental in den Wasserturm und das ehemalige Amt für Landwirtschaft am Clara-Zetkin-Platz. Die Bildungsstätte des Landkreises nutzt seit August 2007 die beiden oberen Etagen der Ringelnatzschule.

Eigentlich hatte der parlamentarische Kulturausschuss bereits vor fünf Monaten ein klares Bekenntnis abgegeben. Zur Sitzung am 21. September 2016 stellte Hagen Weidemüller vom Büro für Hochplanung Wurzen verschiedene Varianten vor. Insbesondere die Fraktion der Linken und die Bürger für Wurzen (BfW) setzten sich während der Debatte für den Erhalt dreier städtischer Grundschulen ein und favorisierten den Sternwarte-Neubau am Standort. Hauptargumente waren seinerzeit, „überlange Wege für die Kinder“ zu vermeiden und die „gewachsenen Pädagogenteams“ zu erhalten, so Jens Kretzschmar (Linke). Sabrina Ryborsch, BfW-Fraktionschefin, befürchtete gar mit nur noch zwei Bildungszentren im Norden und Süden (Diesterweg-Grundschule) die Entwicklung von „Monsterschulen“. Letztlich votierte das neunköpfige Gremium einstimmig für Variante 1 c – also für den „Neubau Sternwarte“.

Die jetzige Kehrtwende ist jung. Erst am 2. Februar lud Röglin alle Stadträte zu einer nichtöffentlichen Versammlung ein, um ihnen das neue Vorhaben „Bildungszentrum Nord“ zu erläutern. Vor anderthalb Wochen sprach das Stadtoberhaupt dann mit dem Leiter des Eigenbetriebes Musikschulen, Klaus-Dieter Anders, sowie Roland Krause, Chef der Musikschule Muldental. Schließlich müsste die Bildungsstätte des Landkreises Leipzig die beiden oberen Etagen der Ringelnatz-Grundschule aufgeben, um Platz für die Kinder der Grundschule „An der Sternwarte“ zu schaffen (die LVZ berichtete).

Als neue Heimstatt schlägt die Stadtverwaltung das 5000 Quadratmeter große Areal am Clara-Zetkin-Platz vor – in direkter Nachbarschaft zur Pestalozzi-Oberschule. Dafür sollen das ehemalige Amt für Landwirtschaft und der 1893 errichtete und am 18. Januar 1894 eingeweihte Wasserturm ausgebaut werden. „Die Idee ist keineswegs uninteressant für uns, und der Wasserturm hat natürlich seinen Reiz“, sagte Krause. Insofern sei die Musikschule nicht „abgeneigt“, ihre Sachen in der Querstraße zu packen. Derzeit, so Krause, unterrichtet die Musikschule circa 1200 Schüler, darunter 500 aus dem Einzugsgebiet Wurzen. Um die entsprechenden Bedingungen zu schaffen, investierte der Landkreis vor nicht einmal zehn Jahren ungefähr 400 000 Euro. „Die heutigen Voraussetzungen benötigen wir selbstverständlich auch am künftigen Standort. Bis hin zur Raumanzahl.“

Röglin zufolge könnte die Musikschule vielleicht schon Ende 2018/Anfang 2019 die beiden denkmalgeschützten Immobilien am Clara-Zetkin-Platz in Beschlag nehmen, fügte Krause an. Doch müssen nach der Bürgerversammlung Dienstag Abend ab 18 Uhr erst einmal die parlamentarischen Fachausschüsse eine Entscheidung über den Abriss oder Neubau der Grundschule „An der Sternwarte“ treffen (1. März) und der Stadtrat zu seiner Sondersitzung am 8. März.

Von Kai-Uwe Brandt

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