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Stadtrat vertagt Entscheidung über künftige Grundschulstandorte in Wurzen

Sondersitzung Stadtrat vertagt Entscheidung über künftige Grundschulstandorte in Wurzen

Als „Teilerfolg“ hat Elternratsvorsitzender Jens Keil die Entscheidung des Wurzener Stadtrates zur Sondersitzung am Dienstagabend gewertet. Auf Antrag der CDU-Fraktion soll das Thema der künftigen Grundschulstandorte erneut im Kulturausschuss behandelt werden. Die Mehrheit stimmt dem Vorschlag zu.

Eindrucksvolle Kulisse: Die Sondersitzung des Stadtrates verfolgten etwa 150 Besucher und quittierten die Entscheidung, das Thema Grundschulstandorte erneut im Kulturausschuss zu beraten, mit Beifall.

Quelle: Thomas Kube

Wurzen. Alles bleibt beim Alten – jedenfalls vorerst. Zur Sondersitzung des Stadtrates am Dienstagabend votierte die Mehrheit der Volksvertreter bei fünf Gegenstimmen und einer Enthaltung für den Antrag der CDU-Fraktion, das Thema Grundschulstandort zurück in den Kulturausschuss zu verweisen. Im Gremium sollen sich die Mandatsträger dann gemeinsam mit Vertretern von Fachbehörden wie der Bildungsagentur oder dem Kultusministerium, aber vor allem mit den Elternvertretern der Grundschulen erneut über die Optionen einer künftigen Bildungslandschaft in Wurzen verständigen. Darunter auch zur Variante einer kostengünstigen Sanierung der Grundschule „An der Sternwarte“.

Außergewöhnlich war die Tagung im Plenarsaal des Stadthauses schon deswegen, weil gut und gern 150 Eltern, Lehrer und Kinder den Redebeiträgen der Abgeordneten beiwohnten. Immerhin hatte der erst wenige Wochen alte Vorstoß der Verwaltung einer Fusion von Ringelnatz- und Sternwartegrundschule zum Bildungszentrum Nord für helle Aufregung gesorgt (die LVZ berichtete). So forderte die Elternschaft der Sternwarte bereits zur Bürgerversammlung am 28. Februar den Erhalt dreier Schulstandorte und sprach sich gegen den Abriss des Sternwarte-Containerbaus in der Dr.-Rudolf-Friedrichs-Straße aus. In einem persönlichen Brief an die Kommunalpolitiker am Wochenende machten sie zugleich den Vorschlag einer preiswerten Sanierung der Immobilie auf. Dabei stützten sich die Verfasser auf Berechnungen des Unternehmers Horst Kupka aus Roitzsch. Der Diplombauingenieur schätzte nämlich die Kosten für eine aktuelle Fassaderekonstruktion auf 40 000 Euro, die von Reparaturen im Inneren des Hauses auf 60 000 Euro.

Elternratsvorsitzender Jens Keil wertete die jetzt getroffene Entscheidung zumindest als „Teilerfolg“ und dankte zugleich den zahlreichen Besuchern. „Flagge zu zeigen und sich für etwas einzusetzen, das haben die Stadträte so oft nicht und selten in dem Maße gesehen.“ Besonders beeindruckend sei aus seiner Sicht die geschlossene Meinung von Eltern aller Schulen, Horte und Kindertagesstätten sowie weiter Teile der Bevölkerung. „Ebenso bedanke ich mich bei den Stadträten für ihr freies und mutiges Bekenntnis sowie der Einheitsmeinung der CDU-Fraktion, deren Fähnlein im Wind diesmal zugunsten der Kinder wehte.“ Und das Ergebnis? Keil dazu: „Eine dreizügige Schule samt Hort und benachbarter Kindertagesstätte plus Großsporthalle als Bildungszentrum Nord wird so vorerst nicht kommen. Der Schulstandort Sternwarte ist vorerst gerettet.“

Vorerst deswegen, weil es sich hierbei lediglich „um eine Momentaufnahme“ handelt. Nunmehr beginne die Arbeit von vorn – „sozusagen bei Null“. Daher ruft Keil alle engagierten Eltern auf, weiterhin konstruktiv mitzuwirken, um umsetzbare Lösungen zu finden. „Am Ende kann durchaus die Schließung des Standortes ,An der Sternwarte’ stehen, die am Dienstag noch einmal vertagt wurde.“ Seiner Überzeugung nach muss Wurzen dennoch attraktiv für Zuzüge bleiben. „Und das bedeutet drei Grundschulen im Stadtgebiet mit mehr als ausreichenden Kapazitäten.“

Von Kai-Uwe Brandt

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