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Wurzen Städtelauf entlang der Mulde: 750 Aktive machen sich auf die Sohlen
Region Wurzen Städtelauf entlang der Mulde: 750 Aktive machen sich auf die Sohlen
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17:54 26.03.2017
Kurz vor dem Start auf dem Wurzener Markt. Quelle: Roger Dietze
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Wurzen/Grimma

Negative Erfahrungen mit der Zahl 13 mag der eine oder andere schon einmal gemacht haben. Uwe Rosenberg und sein Helfer-Team für den Städtelauf Wurzen – Grimma indes hatten allen Grund, sich über einen positiven Verlauf der 13. Auflage der sportlichen Großveranstaltung zu freuen. Bei allerbestem Laufwetter machten sich am Sonntag Punkt 10 Uhr rund 750 Läuferinnen und Läufer auf dem Wurzener Marktplatz auf die reichlich 21 Kilometer Strecke. Ziel: die Grimmaer Pöppelmann-Brücke. Die schnellsten erreichten sie nach reichlich einer Stunde.

Etwas länger benötigte Kurt Küchler, der mit weiteren neun Mitgliedern der die Veranstaltung ausrichtenden Laufgruppe Hängebrücke teilnahm. „Wir hatten bislang fast immer Glück mit dem Wetter, abgesehen von 2015, als wir mit Regen zu kämpfen hatten“, sagte der 57-Jährige. Allerdings sei das Wetter nur von untergeordneter Bedeutung, denn: „Im Ziel ist es grundsätzlich immer schön.“ Wichtiger als die meteorologischen Rahmenbedingungen seien die individuellen körperlichen Voraussetzungen. Die waren ganz offensichtlich auch Wurzens Stadtoberhaupt Jörg Röglin (parteilos) gegeben, der sich gestern zum zweiten Mal auf den Halbmarathon vor der Haustür machte. Den gut gemeinten Hinweis von Moderator Matthias Vogel, dass es eine Mindestzeit von zwei Stunden 30 Minuten für das Erreichen des Zieles geben würde, konterte das Stadtoberhaupt mit dem Verweis darauf, dass er regelmäßig um die zehn Kilometer pro Woche in Laufschuhen unterwegs sei. „Grundsätzlich geht es mir um den Spaß an der Bewegung in der Natur. Deshalb würde ich mir wüschen, dass sich möglichst viele der Teilnehmer des Laufes irgendwann in den nächsten Wochen die Zeit nehmen, den Muldentalradweg mit etwas mehr Muße zu erkunden.“

Ein wenig Muße war gestern bei Starterin Kirstin Töpfer trotz der mit der Absolvierung eines Halbmarathons verbundenen körperlichen Belastung mit im Spiel. „Der Weg führt durch sehr schöne Natur, was ihn zusammen mit der Top-Organisation und des Shuttle-Services zu meiner bevorzugten Laufveranstaltung macht“, so die Leipziger, die gestern zum zweiten Mal auf Laufschuh-Sohlen zwischen Wurzen und Grimma unterwegs war. Anders als die Mehrzahl der reichlich zehn Läuferinnen und Läufer von „Deine Laufschule“ aus der Messestadt. „Für uns passt der Halbmarathon einfach perfekt in die Vorbereitung auf den Leipzig-Marathon in zwei Wochen, wir lassen uns vom Streckenverlauf einfach überraschen“, meinte Laufgruppen-Leiter Jan Erdmenger.

Eine Überraschung gab es gestern auf den Siegerlisten: Mit Hendrik Löscher entschied bei den Männern nicht nur ein ganz offensichtlich vereinsloser Starter das Rennen für sich. Er schrammte zudem mit der Laufzeit von 1:12,30 Stunden nur knapp am bisherigen Streckenrekord von reichlich 1:11 Stunden vorbei. Weniger überraschend ging das Rennen bei den Damen mit dem Sieg der für das BMW-Team der DHfK startenden Juliane Meyer in reichlich 1:20 Stunden aus. Überraschendes gab es schließlich im Ziel Grimma für alle 709 „Finisher“ - sprich jene, die es aus eigener Kraft bis zur Pöppelmann-Brücke geschafft hatten: in Form einer auf der einen Seite die Grimmaer Luther-Büste, auf der anderen den Verlauf des Muldenbahn-Radweges abbildenden Medaille.

„Sie ist sehr gut angekommen – wie überhaupt das Feedback insbesondere jener Starter, die von weiter her angereist waren, ausnahmslos positiv war“, sagte Chef-Organisator Uwe Rosenberg. „City-Läufe gibt es viele quer durch Deutschland, aber ein solcher Landschaftslauf auf Asphalt besitzt nach wie vor großen Seltenheitswert.“ Rosenberg kündigte an, dass die nächsten Städteläufe nach Möglichkeit wieder wie gewohnt am ersten April-Sonntag stattfinden. „Im nächsten Jahr allerdings werden wir des Osterfestes wegen nach Lage der Dinge und vorbehaltlich der Abstimmung mit dem Leipzig-Marathon noch einmal auf den letzten März-Sonntag ausweichen.“

Von Roger Dietze

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