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Wurzen Stasi-Ausstellung im Jugendcenter Colditz
Region Wurzen Stasi-Ausstellung im Jugendcenter Colditz
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10:03 07.11.2018
Das Interesse an der Einsicht in Stasi-Akten ist seit der Wende ungebrochen. Quelle: Bernd Wüstneck/ Archiv
Colditz

Sechs Millionen Karteikarten mit phonetisch sortierten Klarnamen und Decknamen lagern im Zentralarchiv der Stasi-Unterlagenbehörde in Berlin. Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterhielt in der DDR einen gigantischen Überwachungs- und Kontrollapparat, dessen Aktenerzeugnisse auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall noch nicht vollständig gesichtet sind.

Tätigkeiten des MfS in der Region

Die Leipziger Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU), so der offizielle Name der Unterlagen-Behörde, zeigt in Zusammenarbeit mit der Stadt Colditz die Ausstellung „Die Stasi" vom 13. bis 15. November in den Räumen des Jugendcenters Colditz e. V. Eröffnet wird die Ausstellung am 13. November um 10 Uhr von Colditz' Bürgermeister Robert Zillmann (parteilos) und Regina Schild, Leiterin der Leipziger BStU-Außenstelle. Auf den Präsentationsstafeln wird über die Stasi als Geheimpolizei des SED-Regimes informiert – zudem geht es um Tätigkeiten des MfS in der Region. So richtete die Stasi in 1950er-Jahren etwa in einem Grimmaer Einfamilienhaus Gefängniszellen ein und führte dort Verhöre durch.

Antrag auf Akteneinsicht vor Ort

Besucher erhalten zudem die Möglichkeit, mithilfe von Behördenmitarbeitern vor Ort einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen und so etwas über mögliche Spitzeleien im Hinblick auf die eigene Person oder im Bekanntenkreis zu erfahren. Hierfür ist die Vorlage eines Personaldokuments Voraussetzung. Genauso wie der Ausstellungsbesuch ist die Antragsberatung während der Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr kostenfrei.

Von Maximilian König

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