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Wurzen Staunen in der St. Georgenkapelle
Region Wurzen Staunen in der St. Georgenkapelle
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05:00 14.09.2010
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. Privater Initiative ist es zu danken, dass dieses Stück Grimmaer Geschichte neu belebt wird. Malermeister Bernd Aurig ist seit etwa einem Jahr aktiv und bringt mit Unterstützung zahlreicher Helfer das Gebäude auf Vordermann. Als Ausstellungsraum für seine Bilder konnte es im Rahmen des diesjährigen Tages des offenen Denkmals erstmals besucht werden.

Der Zuspruch, den Bernd Aurig erfuhr, dürfte Mut gemacht haben für weitere Etappen im Sanierungsprogramm. Selbst wenn hier und dort Hürden zu nehmen sind. „Das Gebäude steht natürlich unter Denkmalschutz", erzählte der Malermeister und Bildermaler und verwies darauf, dass darauf geachtet werde, Vorgaben einzuhalten. Immerhin reiche die Geschichte des St. Georgenhospitals bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die Kapelle sei zwar später gebaut worden, doch der geschichtliche Wert sei allen, die sich hier engagieren, durchaus bewusst. Allerdings müssten diese auch mit der geplanten Nutzung des Gebäudes konform gehen. „Ich habe lange nach einem geeigneten Ausstellungsraum gesucht. Und irgendwann fiel mir diese Kapelle ins Auge. Jeden Tag fahre ich mehrmals hier entlang. Jahre habe ich das Haus zwar gesehen, aber nicht wahrgenommen", erzählte Bernd Aurig.

Ähnlich dürfte es vielen Besuchern gegangen sein, die am Denkmalstag erstmals einen Blick ins historische Gemäuer warfen. Allein die Bruchsteinwände sorgen für ein rustikales Flair. An den teilweise weiß getünchten Wänden ziehen Aurigs Bilder die Blicke auf sich. Diese passen ins Ambiente, zeigen Gebäude und Landschaft der Region und Tiere. Nichts ist abstrakt. Aurig malt mit Wiedererkennungswert. Er sei kein Künstler, sondern zeichne handwerklich, er versuche die Motive, entsprechend der Maltechnik, so realistisch wie möglich, darzustellen. So hoffe er mit seinen Bildern die Menschen zu erfreuen und den Heimatgedanken zu fördern, sagt Bernd Aurig.

Offensichtlich trifft er den Nerv vieler. Denn die Gäste in der historischen Kapelle waren sowohl von den Bildern als auch vom Gebäude selbst begeistert. Interessiert fragten sie nach, wollten unter anderem über ausgestellte Fundstücke aufgeklärt werden. Aurig, der die Kapelle von der städtischen Stiftung St. Georgenhospital gepachtet hat, konnte erzählen. So seien etwa bei der Sanierung der Dachklempnerei Zeitzeugnisse entdeckt worden. Beispielsweise ein kleiner Schuh.

Conny Hanspach

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