Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Steiniger Weg zum Beuchaer Geopfad
Region Wurzen Steiniger Weg zum Beuchaer Geopfad
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:57 17.11.2016
Die Beuchaer Bergkirche in der blauen Stunde. Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Brandis/Beucha

Sie ist das Wahrzeichen von Beucha: die Bergkirche, die majestätisch auf einem Felsen über dem Kirchbruch thront. Schon bei den Slawen diente der Ort als Kultstätte. Dem besonderen Reiz des Ortes wollte die Stadt Brandis mit einem Rundweg um den Kirchbruch Genüge tun. Doch das Vorhaben bekam vom Landratsamt bislang kein grünes Licht.

„Uns schwebte eigentlich ein unkompliziertes Projekt vor, um für Touristen und Einheimische einen weiteren Anziehungspunkt zu schaffen“, erklärt der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (SPD). Unter dem Stichwort „Geopfad“ sollten Ausflügler von verschiedenen Punkten die Sicht auf das Denkmal genießen können. Schließlich wurde aus dem ehemaligen Steinbruch auch Material für den Bau des Leipziger Völkerschlachtdenkmals gewonnen.

Geplant war zum Beispiel, eine sehr gefährliche Passage, die aus alten, umgedrehten Grabsteinen besteht, durch eine neue Treppe zu ersetzen. Außerdem waren Sicherungsmaßnahmen an besonders abschüssigen Stellen, das Aufstellen von Informationstafeln und Sitzbänken geplant. Der Koordinierungskreis der Leader-Region Leipziger Muldenland zeigte sich von dem Projekt angetan. Bereits im April gab das Entscheidungsgremium die nötigen Mittel frei. Demnach sollten rund 21 000 Euro für den Geopfad fließen.

Doch das geschichtsträchtige Umfeld macht das Vorhaben jetzt kompliziert. „Bisher ist es uns nicht gelungen, alle nötigen Genehmigungen zu erhalten“, erklärt Jesse. Der Denkmalschutz habe unter anderem Bauchschmerzen mit dem Vorhaben. „Betonstufen im Porphyrland und das Aufstellen von Plastikbänken trafen in unserem Haus nicht auf Gegenliebe“, fasst Landrat Henry Graichen (CDU) die Einwände seiner Behörde zusammen. „Zudem bedarf ein Doppelstabmattenzaun, der bereits gesetzt wurde, einer Baugenehmigung.“

Auch die Barrierefreiheit könnte sich als Stolperstein für das Projekt erweisen. „Denn diese ist offenbar nicht gegeben“, so Graichen. In einem ersten Grobkonzept habe dies noch anders ausgesehen, weshalb der Koordinierungskreis das Vorhaben überhaupt erst bewilligen konnte. „Durch nachträgliche Änderungen kann es nun passieren, dass der Weg nicht barrierefrei ist und womöglich damit gar nicht mehr förderfähig“, deutet der Landrat an.

Noch ist das letzte Wort allerdings nicht gesprochen und die Beteiligten arbeiten an einem Kompromiss. „Wir hoffen sehr, dass wir im Einvernehmen mit dem Landratsamt noch eine Lösung finden“, sagt Stadtchef Arno Jesse und fügt hinzu: „Es wäre sehr schade, wenn wir dieses kleine, feine Projekt nicht umsetzen könnten.“

Auch im Landratsamt geht man derzeit davon aus, dass vielleicht noch etwas möglich ist – zumindest soll Ende November ein gemeinsamer Termin zwischen Kommune, Denkmalschutzbehörde und dem Regionalmanagement der Leader-Region stattfinden.

Von Simone Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Im Landkreis Leipzig ist die Zahl an Einbrüchen vor allem in Eigenheime gestiegen. Die Polizeidirektion hat umfangreiche Ermittlungen aufgenommen und hat dabei auch die Bandenkriminalität im Auge. In Geithain hinterließen Täter unfreiwillig einen Hinweis – eine Wildkamera machte Aufnahmen der Einbrecher.

17.11.2016

Etwa 20 Euro mehr im Monat müssen Eltern ab Januar  für die Betreuung ihrer Kinder in den Kindereinrichtungen der Stadt Wurzen berappen. So votierten die Mitglieder des Kulturausschusses. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch der Stadtrat im Dezember.

17.11.2016

Die Musikschule Fröhlich hilft Kindern beim Einstieg in die Musik. Das Portfolio reicht von frühkindlicher Musikerziehung bis zum Instrumentalunterricht. Mit dem Akkordeon-Orchester stellte die Bildungsreinrichtung, die vor 25 Jahren in Bad Lausick gegründet wurde, einen Weltrekord auf.

17.11.2016
Anzeige