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Wurzen Stifter für Holzkreuz gesucht
Region Wurzen Stifter für Holzkreuz gesucht
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16:51 20.04.2010
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. Tausende Häftlinge wurden von den Wachmannschaften auch durch das Muldental getrieben. Unzählige verließen auf diesem Todesmarsch die Kräfte. Oder sie wurden erschossen wie die polnischen Häftlinge Peter Fizko, Ignatz Eljasewicz und ein unbekannter dritter, deren sterbliche Überreste auf dem Bennewitzer Friedhof bestattet wurden. Ein Holzkreuz erinnert an ihre Namen. Lebensdaten sind nur von Fizko zu rekonstruieren, der nur 33 Jahre alt wurde. Kirchenbücher auf dem Bennewitzer Pfarramt belegen mit dürren Worten das Ende: Der unbekannte Pole wurde auf dem Marsch im Februar 1945 auf der Flucht erschossen. Seine beiden Landsleute wurden von der SS-Wachmannschaft bei der Übernachtung auf einem Bauernhof umgebracht. Wer veranlasst hat, dass die drei wenigstens ein würdiges Grab bekamen, ist nicht mehr festzustellen.

Zwei Bennewitzer, die einander nicht kennen, pflegen die Ruhestätte, sorgen spontan für Bepflanzung. In diesem Jahr wird das Fleckchen Erde von Stiefmütterchen geschmückt. Die Frau, die sie eingrub, kennt die Schicksale der drei Toten aus den Erzählungen ihrer Eltern.

Beim Gedenkmarsch von Borsdorf nach Wurzen wird seit elf Jahren an verschiedenen Stationen halt gemacht. „In diesem Jahr", so Informiert Helga Budnick aus der Initiativgruppe, soll die Grabstelle in Bennewitz erstmals in den Gedenkmarsch eingebunden werden. In der Gemeindeverwaltung indes herrscht Klarheit darüber, dass die verwitterte Holzkonstruktion mit der schlichten Arbeit eines Gestalters ersetzt werden sollte. „Wir suchen Spender, die uns finanziell unterstützen dieses Vorhaben umzusetzen", teilte Bauamtsleiterin Birgit Hardegen mit.

Ingrid Leps

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