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Wurzen Stiftung für Polenzer Dreiseithof geplant
Region Wurzen Stiftung für Polenzer Dreiseithof geplant
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05:00 16.08.2011
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. Am 20. August will sich ein Verein gründen, um die Zukunft des ehemaligen Bauerngutes als Musik- und Kulturstätte zu sichern.

Als die aus Japan stammende Pianistin Mariko Mitsuyu, Honorarprofessorin an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater, und der Brite Adam Jones die Konzerte ins Leben riefen, hätten sich viele nicht träumen lassen, was daraus erwächst – ein Ort fern von großen Bühnen, an dem das Publikum namhaften Instrumentalisten und Sängern ganz nah sein kann. Im Winter wird die Wohnstube mit maximal 40 Sitzplätzen zum Konzertsaal, im Sommer der etwas geräumigere Kuhstall oder der Hof. Die Musikerin und der Afrikanistik-Professor, ebenfalls mit einem Faible für Musik, haben das einstige Bauerngut mit viel Fingerspitzengefühl saniert. „Von Beginn an lag uns sehr viel daran, den bäuerlichen Charakter des Ensembles zu erhalten", erklärt Adam Jones, dessen Forschungsgebiet das vorkoloniale Afrika des 16. bis 19. Jahrhunderts ist. Im wahrsten Sinne des Wortes taktvoll restaurierte das Paar das bäuerliche Anwesen.

„Um unserem Tun mehr Kontinuität zu verleihen, möchten wir gemeinsam mit Gleichgesinnten einen Verein aus der Taufe heben", berichtet Adam Jones. Der Zusammenschluss soll den Namen „Polenzer Verein Einigkeit 4" tragen. Ziel sei, die gemeinnützige Nutzung des denkmalgeschützten Dreiseithofs insbesondere für Musik, Kunst und Heimatkunde festzuschreiben. „Langfristig soll sich eine Stiftung um den Erhalt des Hofes kümmern", so der Hausherr. Dazu seien bereits erste Gespräche mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geführt worden, unter deren Dach man sich begeben wolle. Dass Mariko Mitsuyu und Adam Jones auf ihrem Hof keine Einzelkämpfer sind, ist in der Vergangenheit schon oft deutlich geworden. „Wenn wir zu unseren Hoffesten einladen, können wir uns auf viele Helfer verlassen. Die Leute spülen Geschirr, tragen Tische oder spenden uns Stühle", freut sich Adam Jones über die Verbundenheit auch vieler Polenzer mit dem Künstlerehepaar. „Unsere Musikalischen Hoffeste entfalten die meiste Außenwirkung", meint die japanische Pianistin. Aber auch die kleineren, intimen Hauskonzerte, die etwa viermal jährlich stattfinden, haben ein festes Publikum. Was mit dem Musikklub in Beucha begann, wird seit 2005 in Polenz fortgesetzt. Bei bisher 77 Hauskonzerten musizierten professionelle Künstler, Musikstudenten, aber auch Kinder und Musikliebhaber abwechselnd oder gemeinsam.

Im neuen Verein wünscht sich das Duo auch viele Mitstreiter aus dem Dorf. Neben Sympathisanten aus Brandis, Altenhain und Leipzig möchte man ausdrücklich auch die Polenzer mit ins Boot holen. Als Konkurrenz zum Heimatverein versteht man sich nicht. Adam Jones: „Ich denke, wir können uns eher ergänzen."

Simone Prenzel

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