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Wurzen Stiftung saniert Kirchen im Landkreis Leipzig
Region Wurzen Stiftung saniert Kirchen im Landkreis Leipzig
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18:31 11.09.2018
In der Kirche in Greifenhain wurden die Dächer der Kirchtürme mit Mitteln aus der KiBa-Stiftung saniert. Quelle: Jens Paul Taubert
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Landkreis Leipzig

Die Kunigundenkirche ist das älteste Bauwerk der Stadt Borna. Als vor knapp zehn Jahren das Dach des Gebäudes instand gesetzt werden musste, floss auch Geld von außerhalb. Gemeint sind damit allerdings nicht die Fördertöpfe der Sächsischen Landeskirche. Die Arbeiten am Dach der Kunigundenkirche wurden mit Mitteln aus der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland“ (KiBa) durchgeführt, die sich um den Erhalt evangelischer Kirchen kümmert. Prinzipiell, macht Catherina Hasenclever, Büroleiterin der KiBa in Hannover, klar, könne sich jede Kirchgemeinde mit einem Projekt an die Stiftung wenden. Neben der Kunigundenkirche kamen auch andere Gotteshäuser im Kirchenbezirk Leipziger Land in den Genuss von Geldern der kirchlichen Baustiftung.

Dachreiter in Körlitz in Ordnung gebracht

Etwa die Dorfkirche in Körlitz. Ein Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das seine heutige Gestalt aber erst im Jahr 1772 erhielt. Hier hatte sich vor mehr als einem halben Jahrzehnt herausgestellt, dass die Dachkonstruktion in großen Teilen nicht mehr tragfähig war. Mit KiBa-Geldern wurde das Dach wieder in Ordnung gebracht und zugleich der Dachreiter saniert. Seit 1999 hat die Stiftung mehr als 30 Millionen Euro für die Erhaltung von Kirchen in Deutschland bereitgestellt.

Stiftung entstand in den 90er-Jahren

Die Idee zur Stiftung war Mitte der 90er-Jahre entstanden, als der Sanierungsbedarf vieler Kirche in den neuen Bundesländern nach Jahrzehnten der Teilung immer stärker zutage trat. Deshalb, so KiBa-Büroleiterin Hasenclever, habe die Stiftung seither besonders viele Kirchen zwischen Ostsee und Erzgebirge, vor allem im ländlichen Raum, unterstützt.

Anträge immer bis Ende Juni stellen

Anträge bei der Stiftung sind für das darauffolgende Jahr immer bis Ende Juni möglich. Allerdings können von den 200 bis 300 Förderanträgen im Jahr maximal 100 bewilligt werden. Hasenclever: „Ansonsten wäre die Fördersumme zu niedrig.“ Sprich: Die Gelder hätten nicht den erwünschten Effekt.

Osten bleibt Förderschwerpunkt

Mittlerweile lenke die Stiftung bei ihren Projekten den Fokus auf Kirchen im gesamten Bundesgebiet, „auch wenn der Osten natürlich ein Förderschwerpunkt bleibt“. Die Stiftung, die von einem Förderverein mit 2400 Mitgliedern unterstützt wird und auch Geld von Privatspendern erhält (Hasenclever: „Wir bekommen oft auch Spenden von Rentnern.“), gibt zudem vierteljährlich das Magazin „KiBa aktuell“ heraus. Einmal im Monat wird zudem eine „Kirche des Monats“ vorgestellt.

Neue Küche in der Sakristei

Dazu gehörten neben der Bornaer Kunigundenkirche und der Körlitzer Dorfkirche auch die Dorfkirchen in Greifenhain und Hohendorf. Während in der spätgotischen Greifenhainer Kirche die Dächer der Kirchtürme sowie der Glockenstuhl saniert wurden, bekam die Kirche in Hohendorf bei Groitzsch eine neue Küchenzeile in der Sakristei.

Dringlichkeit der Baumaßnahme ist entscheidend

Allerdings, macht Catherina Hasenclever deutlich, übernehme die Stiftung KiBa niemals die Gesamtkosten eines Projekts. Einen Teil davon müssten die Gemeinden, auch mit Unterstützung der Landeskirche, finanzieren. Entscheidend dafür, ob eine Kirchgemeinde am Ende mit Unterstützung durch Kiba-Mittel rechnen könne, sei „die Dringlichkeit der Baumaßnahme“. Hinzu komme das konkrete Engagement vor Ort. KiBa-Frau Hasenclever: „Die Kirche sollte in jedem Fall später wieder genutzt werden.“

Von Nikos Natsidis

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