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Wurzen Störche kehren nach Trebsen und Thallwitz zurück
Region Wurzen Störche kehren nach Trebsen und Thallwitz zurück
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12:45 14.04.2018
Angekommen: Die Störche von Trebsen. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen

 So richtig sicher, ob sie bleiben wollen, sind sich die Störche offenbar noch nicht, die jetzt in Trebsen Einzug gehalten haben. „Mal stehen zwei, mal vier oben im Nest“, sagt Rolf Bachmann. „Aber keiner setzt sich hin und brütet.“

Der Mast mit dem Nest befindet sich auf dem Gelände von Bachmanns ehemaliger Gärtnerei. Regelmäßig zieht es Störche dorthin. Im vergangenen Jahr allerdings schlüpften keine Jungen aus den drei gelegten Eiern. Irgendwann hat diese das Paar über den Rand geworfen. Ein Szenario, dessen Wiederholung sich die Mädchen und Jungen der gegenüberliegenden Grundschule nicht wünschen. Sie beobachten die Vögel täglich. „Gleich nach ihrer Ankunft haben sie rumgemacht“, berichten sie freudestrahlend. Am gestrigen Freitag sahen sie sogar einen Revierkampf.

„Die Kombination von Kindern und Störchen möchten wir gern erhalten“, sagt Bürgermeister Stefan Müller (CDU). Er bittet deshalb darum, die Vögel nicht zu stören. Laut Gesetz dürfe bis zum 15. September im Umkreis von 1000 Metern um den Horst kein Feuerwerk abgebrannt werden. „Man kann in dieser Zeit auch ohne Knallerei schön feiern“, appelliert das Stadtoberhaupt an die Vernunft.

Adebar fühlt sich wohl in Thallwitz: Nur wenige Wochen nach Errichtung des Schlauchturmes bezog das Störchenpärchen ihr neues Heim. Quelle: Frank Schmidt

Liebesspiel hoch auf dem Thallwitzer Schlauchturm

Der Schlauchturm in Thallwitz macht seinem guten Ruf als einer der ertragreichsten Storchenhorste der Region wieder einmal alle Ehre. Nur drei Wochen nach Ende der Sanierung des Bauwerkes bezog Adebar das nagelneue Heim in zwölf Meter Höhe.

Wie berichtet, hatte im Oktober 2017 das Sturmtief Herwart die morschen Standbeine des Turmes geknickt und ihn zu Fall gebracht. Durch das Engagement des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Thallwitz um Vorsitzenden Robert Hörig und mittels Fördergelder des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie konnte die Brutstätte von Adebar erneuert werden.

Das Büro für Hochplanung von Gemeinderat Hagen Weidemüller fertige die entsprechenden Unterlagen an, Zimmerei Roland Makowa sorgte für die hölzerne Außenhaut. Ende März erfolgte schließlich die Bauabnahme. Und zwar zugleich mit dem Wunsch von Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos), dass hier baldigst ein Storchenpaar für Nachwuchs sorgt.

Übrigens stammt der Horst aus Menschenhand. Das Untergestell aus verzinktem Stahl konstruierte die Firma Steel Design-Metallbau Pöge, während der Leipziger Storchenbetreuer Manfred Seifert von der Auwaldstation Lützschena das Nest bastelte.

Von Frank Pfeifer

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