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Wurzen Straßengalerie: Mutzschens ältestes Haus wird durch Kunst belebt
Region Wurzen Straßengalerie: Mutzschens ältestes Haus wird durch Kunst belebt
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00:37 19.10.2015
Ältestes Haus von Mutzschen: Ute Hartwig Schulz freut sich schon jetzt auf die Gestaltung der Schaufenster. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Mutzschen

"Die Stadt Grimma reichte unser Projekt zum Jahresmotto Lebensgefühl Stadt - Tradition modern (er)leben ein", sagt die Künstlerin. Das Projekt wolle dazu beitragen, Mutzschen attraktiver zu gestalten. "Der Grimmaer Ortsteil ist stark mit dem Töpferhandwerk verbunden. Dafür spricht schon der Töpfermarkt mitten im Zentrum. Wir entwarfen gemeinsam mit dem polnischen Künstler Mateusz Grobelny das Projekt Leuchtturm für Mutzschen", erläutert Ute Hartwig-Schulz. Der Leuchtturm von Mutzschen soll bis zum Martinsfest fertig sein und ist ein meterhoher Glaskunstzylinder mitten auf dem Marktplatz.

Während der Fertigstellung des Glaskunstobjektes werden Kunstwerke aus Keramik mitgebrannt. Dazu sollen Künstler aus Deutschland Werke entwerfen und fertigen. Der "Glasturm" werde als "leuchtende Landschaftsmarke" nachhaltig die Via Regia schmücken. Diese Aktion sei eingebettet in eine Straßengalerie in Mutzschen. Künstler wollen leerstehenden Gebäuden Leben einhauchen. Mit "Augenschmausern" und "Hinguckern" soll wieder mehr Farbe ins Leben des Ortskerns gebracht werden. "Die Straßengalerie will nicht nur die leerstehenden Häuser beleben, sondern auch den Bewohnern und Besuchern des Ortes wechselnde Erlebnisse bieten, indem die Galerie ihre Ausstellungen in regelmäßigen Abständen wechselt", so Ute Hartwig-Schulz.

Das Künstlergut Prösitz werde die Straßengalerie deshalb nicht nur initiieren, sondern sie anhaltend aktiv halten. So würden Patenschaften mit Künstlern und Schülern angestrebt sowie die Kooperation mit Hauseigentümern. Das Besondere besteht auch darin, dass 66 Mutzschener Grundschüler gemeinsam mit den Künstlern aktiv werden. "Wir haben bereits mit Unterstützung der Stadt Grimma und vieler Helfer das Fundament für den Leuchtturm auf dem Töpfermarkt errichtet, damit der polnische Künstler am 8. November mit dem Projekt beginnen kann", sagt die Prösitzer Künstlerin, dabei hofft sie auf die Preisgelder aus Torgau.

Auch fanden bereits die ersten Vorbereitungsgespräche mit den Lehrern aus Mutzschen und den Künstlern zum Straßenprojekt statt. Mit von der Partie sind Katja Pudor und Katharina Lüdicke (Berlin) und Hael Yxxs (Leipzig), die große Erfahrungen mit der Realisierung von Projekten im öffentlichen Raum haben. Schüler der Grundschule Mutzschen werden die Künstler vom 15. bis 30. November nicht nur begleiten, sondern bei den Projekten mitmischen. Insgesamt ist geplant, sechs Arbeitsgruppen zu bilden. Ein Ziel des Projektes besteht darin, positiv auf den Leerstand aufmerksam zu machen und durch die Kunst zur Diskussion um den Erhalt und die Nutzung der betroffenen Häuser anzuregen. Dies betrifft insbesondere viele Häuser in der Unteren und Oberen Hauptstraße sowie der Grimmaische Straße.

Zu den Wunschobjekten des Künstlerguts Prösitz gehören unter anderem das älteste Haus von Mutzschen. Doch auch das sogenannte Grahnert-Haus hat das Interesse der Künstler geweckt, es zu gestalten. Dabei verschwieg die Leiterin des Künstlergutes Prösitz auch nicht, dass die Idee für das Projekt eigentlich aufgrund des Schaufensters in der Unteren Hauptstraße 12 entstanden ist. Dort präsentieren sich zwei alte Radios hinter den Fenstern.

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