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Wurzen Stühlerücken im Brandiser Rathaus
Region Wurzen Stühlerücken im Brandiser Rathaus
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05:00 22.09.2011
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Ein Beratungsbüro durchleuchtete Verwaltungsabläufe, nahm die bisherige Struktur der Ämter und die Aufgaben der Mitarbeiter unter die Lupe. Obwohl an der Endfassung noch gefeilt wird, deutet sich bereits jetzt an, wohin die Reise geht: „Bis zum Jahr 2015 werden wir von drei auf zwei Ämter zurückgehen", lässt Dietze durchblicken. Dieses Ziel soll über mehrere Zwischenschritte erreicht werden. Erste Veränderungen greifen bereits zum 1. Januar nächsten Jahres. „Wir werden zu diesem Zeitpunkt so genannte produktbezogene Fachdienste einführen. Es wird für jeden Bereich Budgetverantwortliche geben, was eine eindeutigere Zuordnung von Aufgaben mit sich bringt." Völlig neu geschaffen wird der Fachdienst Gebäude- und Liegenschaftsmanagement. Darunter fällt alles, was die festen Vermögenswerte der Kommune, wie Verwaltung von Gebäuden, Straßen und Grundstücken, betrifft. „Eine weitere wesentliche Veränderung", kündigt der Rathauschef an, „wird die Umstellung auf eine zentrale Buchhaltung sein." Bisher habe jeder einzelne Mitarbeiter Vorgänge noch selbst gebucht.

Altersbedingt schieden in der Vergangenheit bereits mehrere Beschäftigte aus. „Seit etwa zwei Jahren erleben wir einen gravierenden Umbruch beim Personal." So gingen im Bauamt zwei Kollegen in den Ruhestand. Auch im Standesamt haben sich inzwischen zwei neue Mitarbeiterinnen eingearbeitet. Und in Zukunft wird man sich eventuell mit weiteren neuen Gesichtern anfreunden. „Bis Ende 2014 geht ein Drittel der ursprünglichen Rathaus-Mannschaft altersbedingt von Bord, darunter auch zwei Amtsleiter." Sowohl Jürgen Otto, Chef der Bauverwaltung, als auch Hauptamtsleiter Hans-Joachim Große werden sich in den nächsten zwei Jahren in den Ruhestand verabschieden. „Das Gutachten beschäftigt sich demzufolge auch mit der Frage, wie wir künftig mit den vorhandenen personellen Ressourcen zurechtkommen und ob Stellen neu ausgeschrieben werden müssen." Robert Kröber, der die Rathausmannschaft bereits seit 2008 als Doppik-Beauftragter verstärkt, bringt alle Voraussetzungen für eine leitende Position mit, heißt es. Der junge Mann war vor dem Hintergrund eingestellt worden, dass der Verwaltung frisches Blut gut tut. Zudem bringe er als Absolvent der Verwaltungsfachschule Meißen die nötige Fachkompetenz mit. Oberstes Ziel der Umstrukturierung sei der Aufbau einer zukunftsfähigen Verwaltung, betont Dietze. In Richtung der Mitarbeiter versichert das Stadtoberhaupt, dass es zu keinen Entlassungen oder Stundenkürzungen kommen werde. „Umsetzungen wird es im Einzelnen aber geben." An den sogenannten Vollbeschäftigteneinheiten (VbE) wird sich kaum etwas ändern. „Von derzeit 22,75 werden wir die Zahl auf 22 reduzieren." Damit erfüllt Brandis fast auf den Punkt die Vorgaben des Landes. Mit der neuen Struktur komme man außerdem den Empfehlungen des Landesrechnungshofes für Kommunen bis 10 000 Einwohner nach.

Simone Prenzel

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