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Wurzen Symposium ehrt Wurzener Firma mit der „Goldenen Schleifscheibe 2018“
Region Wurzen Symposium ehrt Wurzener Firma mit der „Goldenen Schleifscheibe 2018“
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12:27 11.03.2018
Preisverleihung in Wernesgrün (v.l.): Uwe Schmidt erhält aus den Händen von Hans-Hendrik Westermann, Fraunhofer Institut Bayreuth, und Kurt Haßfurter, Leiter der Jakob-Preh-Berufsschule, die "Goldene Schleifscheibe 2018". Quelle: Foto: privat
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Wurzen

Aller guten Dinge sind in diesem Fall zwei: Mit dem Preis „Goldene Schleifscheibe 2018“ hat das neunte Wernesgrüner Werkzeugsymposium die Firma Präzisionswerkzeuge Wurzen (PWWU) „für innovative und herausragende Werkzeugschleifereien“ gewürdigt. Hierbei wurden verschiedene Kriterien der an der Ausschreibung beteiligten Unternehmen beurteilt, so zum Beispiel die Gesamtentwicklung, die Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie Marketing und Kundennähe. Aber auch das Engagement in der Region.

Mit der "Goldene Schleifscheibe 2018" wurde die Firma Präzisionswerkzeuge Wurzen geehrt. Quelle: privat

„In allen Teilbereichen erhielt die PWWU Bestnoten – in vier von fünf Kategorien sogar die besten Bewertungen aller Mitbewerber“, sagte Kurt Haßfurter, Leiter der Jakob-Preh-Berufsschule in Bad Neustadt an der Saale. Die Bildungsstätte nahm neben dem Fraunhofer Institut als unabhängige Organisation die Auswertung der Unterlagen vor.

„Jeder weiß, dass so ein Preis keineswegs die Arbeit eines Einzelnen auszeichnet. Hinter mir stehen eine tolle Familie und ein super Team“, verdeutlichte PWWU-Inhaber Uwe Schmidt in seiner Rede den Erfolg. Zugleich dankte er den Organisatoren für das „sehr gelungene Symposium“ und der Jury für die „Goldene Schleifscheibe“ – „die Auszeichnung ist eine große Ehre“.

Gegründet wurde der Betrieb mit derzeit elf Mitarbeitern und Sitz in der Dresdener Straße 50 im Jahr 1996 von Schmidts Vater. „Wir entwickeln unterschiedliche Schneid- und Zerspanwerkzeuge, stellen sie her oder setzen sie instand“, so der Diplomingenieur. Besonders die Hochleistungs-Fräswerkzeuge aus Wurzen bieten Anwendern eine Reihe von Vorteilen: Sie sparen Bearbeitungszeit und erhöhen zugleich die Qualität. „Da sich die Fräswerkzeuge mehrmals nachschleifen lassen, besitzen sie außerdem eine lange Lebensdauer“, fügte Schmidt an. Ferner tüftelt die PWWU gemeinsam mit ihren Kunden an passenden Lösungen, falls Anwendungen eines herkömmlichen Werkzeuges nicht ausreichen.

Die Idee des Wernesgrüner Werkzeugsymposiums, also einer Fachtagung mit Vorträgen rund um das Thema Schleifen, wurde Ende 2009 durch den engen Zusammenschluss der Firmen Feinmechanik Michael Deckel, Oelheld, Zoller, Vomat und ISBE geboren. Dabei stellen die Teilnehmer unter anderem neue Projektergebnisse der Branche vor.

Übrigens ist die „Goldene Schleifscheibe“, die seit 2016 verliehen wird, nicht die erste Prämierung, die die Wurzener für ihre Arbeit erhielten. Der Betrieb überzeugte schon einmal 2014 die Juroren des Wettbewerbes um den Innovationspreis Handwerk 2014 und kam auf den zweiten Platz. Ein Erfolg, der sich ganz aktuell fortsetzt. Denn anlässlich der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig verliehen die Handwerkskammern zu Leipzig und Halle (Saale) am Freitag den mit 2000 Euro dotierten Innovationspreis 2018 an die PWWU. Für den Wettbewerb waren neun Neuerungen aus acht Gewerken nominiert. Die Präzisionswerkzeuge Wurzen konnte letztlich „für die Entwicklung generativ hergestellter Präzisionswerkzeuge aus Hartverbundwerkstoff“ überzeugen.

In seiner Laudatio sagte Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig: „Die innovativen Potenziale generativer Fertigung werden in beeindruckender Weise erschlossen. Aufgrund der erwünschten Eigenschaften – einem gebogenen Kanal in einem Zerspanwerkzeug – ist es durch die Weiterentwicklung künftig möglich, ein Werkzeug mit komplett neuen Funktionalitäten, die individuell konfigurierbar sind, herzustellen.“

Von Kai-Uwe Brandt

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